Ávila – UNESCO-Welterbe, Natur und Burgen

File:05200 Arévalo, Ávila, Spain - panoramio.jpg File:05200 Arévalo, Ávila, Spain - panoramio.jpg Foto: Frank Baulo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ávila wurde 1985 zum UNESCO-Welterbe erklärt und gilt als mittelalterliche Stadt, in der Juden, Mudéjares und Christen zusammenlebten.

Natur und Landschaft

Das Reserva Natural Valle de Iruelas ist ein geschütztes Naturgebiet und als Naturreservat in das Netz der geschützten Naturräume von Kastilien und León aufgenommen.

Das Valle de Iruelas schützt Lebensräume des Schwarzgeiers und des Kaiseradlers und ist sowohl als Vogelschutzgebiet (ZEPA) als auch als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Rahmen des Natura-2000-Netzes eingestuft.

Die Gebirgslandschaft des Valle de Iruelas reicht von 730 Metern am Embalse del Burguillo bis zu 1.950 Metern am Cerro de La Escusa.

Kultur und Geschichte

Der Zugang zum Wehrgang der Murallas de Ávila ist über die Casa de las Carnicerías, die Puerta del Alcázar oder die Puente Adaja möglich.

Über die Puerta del Puente ist ein vollständig zugänglicher Abschnitt der Murallas de Ávila erreichbar.

Das Centro de Recepción de Visitantes leiht für den Besuch der Stadt Rollstühle für höchstens einen Tag aus.

Die Catedral de San Salvador besitzt mittelalterliche Architektur und war möglicherweise die erste gotische Kathedrale in Kastilien.

Die Catedral de San Salvador gilt als Festungskathedrale, weil ihre Apsis den stärksten Mauerturm der Stadtmauer bildet.

Das Real Monasterio de Santo Tomás ist ein gotischer Klosterkomplex, dessen Gründung auf das Jahr 1480 zurückgeht.

Der Komplex besteht hauptsächlich aus einer einschiffigen Kirche mit lateinischem Kreuzgrundriss und drei Kreuzgängen: dem Kreuzgang der Stille, dem Noviziatskreuzgang und dem Königskreuzgang.

Das Museo Oriental im Real Monasterio de Santo Tomás verfügt über elf Säle mit Werken aus Japan, Vietnam, den Philippinen und China.

Im Castillo de La Adrada befindet sich heute das historische Interpretationszentrum des Valle del Tiétar; die Burg wurde nach ihrem Verfall im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut.

Das Castillo de los Duques de Alburquerque besteht aus zwei quadratischen Anlagen mit halbrunden Türmen an den Ecken und bewahrt im Inneren Reste von Säulen, Mauern und Treppen.

Das Museo López Berrón de Arte y Etnografía umfasst den Besuch eines restaurierten alten Bauernhauses mit Erdgeschoss, Innenhof und landwirtschaftlichen Geräten, in dem Alltagsgegenstände und Werkzeuge früherer Generationen zu sehen sind.

Region und Wege

Die Provinz Ávila umfasst ein stärker gebirgiges Gebiet im Zentrum und Norden sowie einen milderen Süden, in dem das Valle del Tiétar liegt.

Wandern gilt in der Provinz Ávila als eine der wichtigsten natürlichen und touristischen Attraktionen.

Die Provinz Ávila bietet Wanderwege von einfachen, für Kinder geeigneten und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglichen Strecken bis hin zu anspruchsvollen Bergwegen.

Zum Wanderangebot der Provinz Ávila gehört der Aufstieg zur Laguna Grande de Gredos.

Die Ruta de los Castillos von La Adrada nach Mombeltrán kann an einem Tag absolviert werden.

Der Camino de Santiago in La Moraña beginnt in Ávila; mit dem Auto kann er an einem Tag zurückgelegt werden, während für die Begehung eine Wochenendauszeit empfohlen wird.

Die Ruta Teresiana de los Caminos y Posadas führt durch Gemeinden des Alto Tiétar und der Comarca Alberche-Pinares und verbindet diese mit dem Camino de Santiago de Levante.

Der GR180 durch das Valle del Tiétar verläuft auf traditionellen Wegen mit erhaltenen Brücken, Mauern und gepflasterten Abschnitten.

Küche und Wein

Zur traditionellen Küche der Provinz Ávila gehören Judías del Barco, Carne de Ávila und Yemas de Ávila.

Viele Weingüter im Gebiet des Vino de Cebreros veranstalten Besichtigungen sowie Angebote für Weintourismus und Gastronomie.

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