Madrigal de las Altas Torres: Mauern, Kirchen und Weintradition
Unterkünfte in Madrigal De Las Altas Torres
Madrigal de las Altas Torres liegt in der Ebene der Tierra de Arévalo, südlich des Duero zwischen den Flüssen Trabancos und Zapardiel.
File:Madrigal de las Altas Torres - Santa Maria del Castillo (6827731732).jpg
Foto: jacilluch via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Als Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) ist der Ort in der Kategorie Historisches Ensemble ausgewiesen.
Kultur und Geschichte
Die Stadtmauer von Madrigal de las Altas Torres ist eine defensive Befestigungsanlage, die das gesamte Stadtzentrum umschließt; ihr am besten erhaltener Abschnitt liegt zwischen den Toren von Arévalo und Peñaranda.
Der Arco de Piedra in der Calle de El Oro ist ein aus Granit gefertigtes Beispiel des abulensischen Plateresken.
Das ehemalige Königliche Palais von Don Juan II wird heute vom Kloster Nuestra Señora de Gracia genutzt.
Isabel la Católica wurde am 22. April 1451 im ehemaligen Königlichen Palais von Don Juan II. geboren.
Außerhalb der Stadtmauern liegt das Kloster San Agustín, das 1353 als hofverbundenes Nonnenkloster gegründet wurde.
Das Königliche Hospital der Unbefleckten Empfängnis wurde 1443 auf Veranlassung von Doña María de Aragón, der ersten Ehefrau von König Juan II., errichtet und beherbergte als Hospital arme und kranke Menschen.
Kirchen und Spuren
Die Kirche San Nicolás de Bari ist ein romanisch-mudéjares Bauwerk, das im 13. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert umgebaut wurde.
Die Kirche besitzt einen 65 Meter hohen Glockenturm.
In der Kirche befindet sich außerdem ein Taufbecken, das mit der Taufe von Isabel la Católica in Verbindung gebracht wird.
In der Kirche Santa María del Castillo befinden sich hinter dem Altaraufsatz entdeckte romanische Fresken mit einer Darstellung des Pantokrators.
Die Sinagoga de Madrigal de las Altas Torres gilt als mögliches ehemaliges Synagogengebäude; das große Haus im oberen Teil der Stadt besitzt gut erhaltene Mauern.
Landschaft
Die Getreideebene von Madrigal gilt als ökologisch wertvollstes Ökosystem der Umgebung und beherbergt Vogelarten mit dem weltweit höchsten Schutzgrad, darunter Großtrappe und Zwergtrappe.
Das Naturinterpretationszentrum von Madrigal widmet sich vor allem der Vogelvielfalt von La Moraña, insbesondere dem Rötelfalken, und bietet erklärende Tafeln, Modelle der Getreidesteppenlandschaft sowie audiovisuelle Materialien.
Weintradition
In Madrigal besteht bis heute eine Weinkultur, die in fast jedem Haus sowie in der örtlichen Weinbau- und Kellertradition präsent ist.
Die Bodega de los Frailes ist ein monumentaler Weinkeller, der 1732 über einem bereits bestehenden Keller errichtet wurde.
Der älteste dokumentierte Kellerabschnitt der Bodega de los Frailes könnte aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammen.
Die Verdejo-Rebe wurde historisch bereits im 15. und 16. Jahrhundert als „cepa de Madrigal“ bezeichnet; entsprechende Hinweise reichen bis 1374 zurück.
Weitere Orte: Arévalo, San Esteban Del Valle, El Fresno, San Bartolomé De Corneja, Velayos, Pajares De Adaja, Vega De Santa María, Villatoro
Veranstaltungen
Madrigal Medieval umfasst einen mittelalterlichen Markt und wird in Madrigal seit 2008 am ersten Augustwochenende veranstaltet.
Die städtische Tourismusinformation von Madrigal berät Besucher zu verschiedenen Besichtigungsangeboten mit den Schwerpunkten Monumente, Natur, Paläste, Keller, Legenden und Anekdoten.
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