Martiherrero – Kulturspuren und Sierra-Landschaft
Unterkünfte in Martiherrero
Archäologische Spuren und Sierra-Landschaft
Martiherrero zeigt sich als Ort, an dem archäologische Spuren, historische Erinnerungen und eine Hügellandschaft zusammenkommen. Martiherrero gilt als Zugang zur Nordseite der Sierra de Ávila. Der Ort liegt in hügeligem Gelände mit Steineichen und Weideland. So lässt sich Martiherrero sowohl über seine Ortsgeschichte als auch über den Landschaftsraum lesen.
Bei den landwirtschaftlichen Arbeiten am Fundort El Palomar in Martiherrero wurden 1975 vier weitgehend vollständige Verracos sowie Überreste von Cisten entdeckt. El Palomar bietet damit einen konkreten Bezugspunkt für die archäologische Geschichte Martiherreros. Für kulturhistorisch Interessierte ist der Fundort ein präziser Anhaltspunkt.
Die Verbindung von Verracos und Cisten in Martiherrero zeigt, dass die Hispano-Römer der Region Verracos beim Übergang vom 2. zum 3. Jahrhundert n. Chr. an die Funktion einer Cupa anpassten. Der Zusammenhang macht den Fund besonders interessant, weil er nicht bei der Benennung der Skulpturen stehen bleibt, sondern eine Veränderung ihrer Funktion beschreibt.
Erinnerungsorte und historische Bezüge
Die aufgegebene Siedlung Pedro Serrano in der näheren Umgebung von Martiherrero wird in der Crónica de la población de Ávila und in Dokumenten aus dem 16. Jahrhundert erwähnt. So reicht der zeitliche Bogen von dieser Siedlungsgeschichte bis zu den älteren archäologischen Bezügen Martiherreros.
Das Museum Museo del Prado befindet sich in der Umgebung von Martiherrero. Ebenfalls in der Umgebung befinden sich die historischen Stätten Cuatro Postes, Walls of Ávila und Muralla de Ávila. Die unterschiedlichen Bezeichnungen halten dabei die Funktionen der Orte auseinander: Das Museo del Prado ist ein Museum, die drei genannten Ziele sind historische Stätten. Martiherrero selbst und diese Ziele bilden damit getrennte räumliche Bezüge.
Route und größerer Landschaftsraum
Martiherrero ist außerdem in eine längere Route eingebunden. Die erste im Rahmen des teresianischen Routenprogramms der Provinz vorgeschlagene Route ist 120 Kilometer lang, führt von Becedas nach Ávila und verläuft über Martiherrero. Damit reicht die Perspektive vom Ausgangspunkt Becedas über Martiherrero bis Ávila.
Im weiteren regionalen Umfeld von Martiherrero liegen der Gipfel Peña Negrilla, der Berg Cerro Castejón, der Gipfel Risco del Sol und der Berg Cerro de la Chorrera. Die Erhebungen erweitern die landschaftliche Perspektive über das hügelige Gelände des Ortes hinaus, während Steineichen und Weideland den näher beschriebenen Landschaftsraum prägen.
Ein lokaler Veranstaltungsbezug
Im Januar 2020 veranstaltete Martiherrero die sechste Ausgabe der Jornadas de la Matanza. So erscheint Martiherrero neben seiner Landschaft und seinen Geschichtsspuren auch als Ort, an dem ein konkreter kultureller Anlass stattfand.
Weitere Orte
Weitere Orte in dieser Auswahl: Gil-García, Manjabálago, El Tiemblo, Muñico, San Martín Del Pimpollar, Vega De Santa María, Villarejo Del Valle und Bohoyo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Avila.