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Tórtoles und Bonilla de la Sierra: Kultur und Geschichte

Unterkünfte in Tórtoles

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bonilla de la Sierra liegt im Corneja-Tal auf 1.079 Metern Höhe. Das mittelalterlich geprägte Ortsbild verbindet Fachwerkgebäude, Arkaden und unterschiedlich gestaltete Mauerwerksfassaden mit einem Straßenplan aus rechtwinkligem und radialem Grundriss. Die Plätze münden in einen von Arkaden gesäumten Platz; neben ihm befinden sich die Festung, die Jurisdiktionssäule und eine monumentale Kirche. Moderne Informationstafeln mit grafischen Darstellungen erläutern verschiedene Elemente des Ortsbilds und Kulturerbes. Bonilla de la Sierra wurde durch das Königliche Dekret 1646/1983 vom 4. Mai 1983 zum historisch-künstlerischen Ensemble erklärt.

Kirche und Festung als historische Bezugspunkte

Die Iglesia Colegiata San Martín de Tours wurde am 3. Juni 1931 zum nationalen historisch-künstlerischen Denkmal erklärt. Begonnen wurde sie in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts; ihr Stil ist gotisch. Ein einziges großes Langhaus ist durch Spitzbögen in fünf Joche gegliedert. In der Hauptkapelle befinden sich ein auf 1688 datiertes barockes Retabel und zehn bemalte Tafeln mit Episoden aus dem Leben des heiligen Martin von Tours.

Die Festung Castillo Fortaleza Bonilla de la Sierra scheint aus dem 12. Jahrhundert zu stammen und wurde ab dem 14. Jahrhundert umfassend umgebaut und instand gehalten. Zum historischen Bild gehört auch der Pozo de Santa Bárbara, der wahrscheinlich zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurde, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen. Das historisch-künstlerische Ensemble steht zudem mit dem Getreideanbau, dem Getreidehandel und der Brotherstellung in Mühlen am Río Corneja in Verbindung.

Wege am Corneja und besondere Abendstimmungen

Eine Wanderroute nach Bonilla de la Sierra beginnt in Mesegar de Corneja, folgt dem Fluss bis zur mittelalterlichen Chuy-Brücke und führt anschließend auf dem Weg in Richtung Bonilla weiter. In Ribera del Corneja, einem zu Bonilla gehörenden Weiler, liegt die Mühle Molino de Chuy am Río Corneja und an der im Jahr 1411 erbauten Chuy-Brücke.

Die Cruz del Risco ist ein Ort, an dem sich Sternbilder und Sternschnuppen beobachten lassen. Ein nächtlicher Spaziergang durch das als "traspalacio" bekannte Gebiet lässt die Lebensweise während des Aufenthalts der Bischöfe im Schloss-Palast nachempfinden. So verbinden sich Ortsgeschichte, Landschaft und nächtliche Beobachtungen ohne getrennte Themenwelten.

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Die Prozession der Los Negros

Die Prozession der Los Negros wurde in den 1980er-Jahren wieder aufgenommen und ist seitdem aktiv. Sie beginnt um Mitternacht an der Iglesia Colegiata San Martín de Tours. Dabei treten drei schwarz gekleidete Büßer mit einer Glocke, einer Turuta und einer Trommel auf. Die Prozession umfasst 500 Schritte und dauert mehr als eine Stunde.

In Bonilla de la Sierra werden Führungen organisiert, bei denen örtliche Geheimnisse und Legenden sowie verstreute Überreste des Schloss-Palasts im Mittelpunkt stehen.

Weitere Orte entdecken: San Bartolomé de Tormes, Salobral, El Barrio, Navacepeda de Tormes, Narrillos de San Leonardo, Burgohondo, Navalguijo, Navaluenga.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Avila.

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