Pozanco: Mittelalterliche Siedlung an der Adaja
Unterkünfte in Pozanco
Pozanco ist eine mittelalterliche Siedlung, die erstmals 1250 urkundlich erwähnt wurde. Kirche, Friedhof, religiöse Kreuze und die Mühlen an der Adaja verbinden in diesem kleinen spanischen Reiseziel mehrere sichtbare Zeugnisse seiner Geschichte. So lässt sich der Ort nicht nur über seine Lage, sondern auch über konkrete Bauwerke und die Wege am Fluss kennenlernen.
Lage und Anfahrt
Nördlich von Ávila liegt Pozanco am Ufer der Adaja auf 916 Metern Höhe. Die Siedlung befindet sich am Beginn der flachen und hügeligen Landschaft der La Moraña. Für die Anfahrt stehen die N403 und die Straße AV.P.107 zur Verfügung, die von der N403 aus nach Pozanco führt. Höhenlage, Landschaftsform und Straßenverbindung beschreiben dabei unterschiedliche Aspekte der geografischen Einordnung.
Kirche und Geschichte
Im 19. Jahrhundert stand in Pozanco eine Einsiedelei, die der Heiligen Vera Cruz (Santa Vera Cruz) geweiht war. Ihr Unterhalt wurde von den Mitgliedern der gleichnamigen Bruderschaft getragen. Diese Verbindung von Sakralbau und Bruderschaft gehört zu den überlieferten historischen Bezügen der Siedlung.
Die Pfarrkirche von Pozanco ist dem heiligen Johannes dem Täufer (San Juan Bautista) geweiht. Um die Kirche und den Friedhof stehen religiöse Kreuze. Kirche, Friedhof und Kreuze bilden damit räumlich verbundene Bestandteile des religiösen Ortsbildes. Bauliche Zeugnisse und kirchliche Feste verweisen auf unterschiedliche Seiten desselben lokalen Bezugs.
Mühlen an der Adaja
Zur örtlichen Mühlentradition gehören zwei unterschiedlich beschriebene Bauwerke. Die Mühle Molino Viejo diente auch als Wohnhaus und ist gut erhalten. In der Gemeinde Pozanco war La Balsa del Cubo dagegen eine private Getreidemühle mit einem Mahlstein, die vierundzwanzig Stunden am Tag mahlte. Wohnnutzung und Getreideverarbeitung stehen hier als zwei verschiedene Funktionen nebeneinander.
Mühlenroute und Landschaft
Die Mühlenroute entlang der Adaja führt durch Pozanco und durch eine Landschaft mit Steineichenbeständen, Kiefernwäldern, Ufergehölzen und zahlreichen Getreidemühlen. Auf der Route kann man von Zorita de los Molinos flussaufwärts oder flussabwärts bis nach Pozanco weitergehen und dabei der Folge der Mühlen folgen.
Die Wege der Mühlenroute an der Adaja können bis zum Fluss mit dem Auto oder Fahrrad zurückgelegt werden; anschließend folgt man dem Flusslauf zu Fuß. Der Wechsel der Fortbewegungsarten gehört damit zur beschriebenen Wegführung. Flusslauf, Wald- und Ufervegetation sowie die Mühlen liegen auf derselben Route und bestimmen deren thematische Abfolge.
Feste
Am 24. Juni wird in Pozanco ein Fest zu Ehren von San Juan Bautista, dem Kirchenpatron, gefeiert. Pozanco feiert am selben Tag wie Zorita de los Molinos außerdem ein Fest zu Ehren der Jungfrau. Für Zorita de los Molinos gilt dieser Tag als letzter Samstag des Monats. Der 24. Juni und der genannte Samstag bezeichnen damit zwei unterschiedliche zeitliche Angaben innerhalb der Festtraditionen.
Weitere Reiseziele: Santa María Del Tiétar, Navalonguilla, Guisando, El Hornillo, Burgohondo, El Arenal, Peñalba De Avila, Tórtoles
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