Galisteo zwischen Muralla, Pilgerwegen und Flusslandschaften
Galisteo verbindet römische Weggeschichte, mittelalterliche Pilgertradition und erhaltener Baukultur. Die Vía de la Plata verläuft durch den Ort und folgt einer alten römischen Straße; später diente sie als Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Die Etappe von Galisteo nach Oliva de Plasencia beginnt hier und verlässt den Ort über die mittelalterliche Brücke über den Río Jerte. Die erste Etappe des Camino Mozárabe nach Montehermoso ist 23,50 Kilometer lang und mit 5 Stunden und 30 Minuten Gehzeit verbunden.
Muralla und historische Bauwerke
Die befestigte Anlage von Galisteo stammt aus der Almohadenzeit. Die erhaltenen Mauerabschnitte der Muralla de Galisteo stammen aus dem 13. Jahrhundert und wurden aus abgerundeten Flusssteinen errichtet. Ein Spaziergang entlang der Zinnen bietet Ausblicke auf enge Straßen und weiß getünchte Häuser, die mit dem jüdischen Erbe Galisteos verbunden sind. Die Muralla verfügt über eine vollständig erneuerte ornamental-künstlerische Beleuchtung. 1991 wurde Galisteo zur historischen Stätte erklärt.
An die Iglesia Parroquial de Nuestra Señora de la Asunción ist eine Mudéjar-Apsis angebaut. Die Iglesia de la Asunción ist wahrscheinlich ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert. In der Provinz Cáceres ist die Mudéjar-Apsis der Pfarrkirche von Galisteo mit dem schützenswerten Kulturgut der Kategorie „Denkmal“ (Bien de Interés Cultural) verbunden. Die Puente de Manrique de Lara über den Río Jerte wurde 1546 im Auftrag von Garcí Fernández Manrique de Lara, dem III. Grafen von Osorno, erbaut. Sie hat sieben Bögen und einen kleinen Bildstock mit einer Darstellung des heiligen Paulus.
Die Torre de la Picota wurde im 14. Jahrhundert wiederaufgebaut und war Teil des ehemaligen arabischen Alcázars von Galisteo. Im Umfeld der Torre de la Picota sind Überreste von Bauwerken eines Palastes aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Vom Castillo de Galisteo, auch Picota genannt, ist ein Turm aus dem 16. Jahrhundert erhalten, der die Form einer achteckigen Pyramide hat.
Flussräume, Dehesa und Vogelbeobachtung
Auch die Landschaft rund um Galisteo ist durch Wasserläufe und mediterrane Vegetation geprägt. Die ZEC Ríos Alagón y Jerte gehört zum Natura-2000-Netz und schützt den Flusskorridor der Flüsse Alagón und Jerte, die durch das Umfeld von Galisteo verlaufen. Die ZEC umfasst gut erhaltene Uferökosysteme mit typischer Vegetation und einer an aquatische Lebensräume gebundenen Fauna. Die Dehesa Boyal de Galisteo ist ein öffentlicher Wald mit einer mediterranen Dehesa-Landschaft, die von Steineichen dominiert wird. Die Lagune von Galisteo ist ein Ort zur Beobachtung von Watvögeln und Greifvögeln.
Für die Wegorientierung ist außerdem der Verlauf der Vía de la Plata nach Galisteo relevant: Auf einen fast ein Kilometer langen Abschnitt auf der Straße von Riolobos folgt der weitere Weg über landwirtschaftliche Pisten und Feldwege. In Galisteo reicht die lokale Tradition Las Rajas bis ins 17. Jahrhundert zurück.
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