Cedillo: Natur, Kultur und der Blick auf den Tajo

File:Asociación de la 3a edad, San Antonio, Cedillo.jpg File:Asociación de la 3a edad, San Antonio, Cedillo.jpg Foto: Mentxuwiki via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Naturraum und besondere Einblicke

Cedillo gehört zum Naturpark Tajo Internacional und verbindet geschützte Landschaften mit markanten Spuren der regionalen Kultur. Vom Besucherzentrum El Casón bietet sich ein Aussichtspunkt mit Blick auf den Tajo, Portugal und Cedillo. So liegen Naturraum und Ortsansicht an einem konkreten Punkt eng beieinander, während der Tajo die Umgebung sichtbar prägt.

Ein charakteristisches Bauwerk im Ort ist die Kirche San Antonio de Padua. Der neugotische Bau stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde aus Schiefer und Ziegeln errichtet. Das verwendete Material verbindet die Kirche mit den 23 kleinen Dolmen im Gebiet, die aus Schiefer gefertigt sind.

Im Besucherzentrum El Casón geben Ausstellungen und Vermittlungsangebote Einblicke in die charakteristische Flora und Fauna des geschützten Naturraums Tajo Internacional. Die Naturgebiete um Cedillo sind außerdem als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) und als besonderes Schutzgebiet für Vögel (ZEPA) ausgewiesen. Das Gebiet um El Pesquerón gehört zum Natura-2000-Netz.

Routen, Wasser und Flusslandschaft

Mehrere Wege setzen unterschiedliche Ausgangspunkte und Landschaftsbezüge. Die Route El Pesquerón–río Tajo beginnt bei der Kirche San Antonio de Padua und dem Besucherzentrum El Casón und führt anschließend an das Ufer des Tajo bis zum Pesquerón. Eine weitere Wanderroute beginnt in Cedillo und führt bis zum Einzugsgebiet des Flusses Sever. Für Radfahrende und Wandernde beginnt die BTT-Route La Machera am Anleger des Stausees von Cedillo.

Der Stausee von Cedillo nimmt das Wasser der Flüsse Tajo und Sever auf. Vom Wasser aus erschließt eine etwa zweistündige Bootsfahrt die Strecke zwischen Cedillo und Lentiscais flussaufwärts bis zur Mündung des Flusses Ponsul, eines Nebenflusses des Tajo. Auf dieser Bootsfahrt lässt sich eine geschützte Parklandschaft mit vielfältiger Flora und Fauna erleben. Die ungefähre Dauer gehört dabei ebenso zur Orientierung wie der Verlauf bis zum Ponsul.

Lokale Kultur und ältere Zeugnisse

Zu den eigenständigen kulturellen Merkmalen Cedillos zählt der moderne portugiesische Dialekt namens „Cedilhero“. Er kommt zunehmend außer Gebrauch und wird hauptsächlich von älteren Einwohnern gesprochen. Auch das lokale Fest „La Enfariná“ prägt den Ort auf ungewöhnliche Weise: Dabei bewerfen sich die Bewohner mit Mehl und sind am Ende des Festes weiß.

Im Gebiet gibt es außerdem 23 Dolmen, kleine aus Schiefer gefertigte Grabstätten. Zusammen mit der Kirche San Antonio de Padua, dem Besucherzentrum und den Wegen zum Tajo entsteht so ein Ortsbild, in dem jüngere Nutzung, überlieferte Sprache, Festkultur und archäologische Zeugnisse nebeneinanderstehen.

Weitere Ziele sind Erías, Robledillo De Gata, Jaraíz De La Vera, Santibáñez El Bajo, El Torno, Miajadas, Malpartida De Plasencia und Casillas De Coria.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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