Villanueva de la Vera: Wasserlandschaften und Ortsgeschichte

File:Villanueva de la Vera-23.jpg File:Villanueva de la Vera-23.jpg Foto: rodrigum via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Villanueva de la Vera wurde 1982 zum Conjunto Histórico-Artístico erklärt. Zwischen historischen Straßen, Wasserläufen und Wegen durch Eichenwälder verbindet der Ort markante Bauformen, überlieferte Feste und Landschaften mit wechselndem Charakter.

Weitere Orte: Casas Del Castañar, Herrera De Alcántara, Arroyomolinos, Caminomorisco, Casillas De Coria, La Garganta, Almoharín und La Aldea Del Obispo.

Kultur und Geschichte

Die volkstümliche Architektur von Villanueva de la Vera verwendet im Obergeschoss Holzfachwerk und im Erdgeschoss Natursteinmauerwerk oder Haustein. Diese Bauweise diente dazu, die Häuser gegen Bodenfeuchtigkeit zu isolieren. Die historischen Straßen sind eng, schattig und vor Regen geschützt; typische Wasserkanäle leiten das Wasser zu den tiefer gelegenen Obstgärten. Rund um die Plaza Mayor beziehungsweise Plaza de Aniceto Marinas stehen Häuser mit etwa drei Stockwerken und Holzbalkonen. Ihre Arkaden dienten früher als Marktplatz.

Die Iglesia de la Concepción ist derzeit als Monument von kulturellem Interesse ausgewiesen. Ursprünglich wurde sie gebaut, um die Gläubigen aus vier umliegenden Dörfern aufzunehmen. Im Inneren gibt es drei ungleich große Schiffe; die Altarfronten an beiden Seiten des Querschiffs bestehen aus Talavera-Fliesen aus dem 16. Jahrhundert.

Das Peropalo besitzt seit 1965 den Status eines regional bedeutenden Tourismusfestes und gilt als überliefertes Fest mit Elementen ländlicher Karnevalsbräuche. Im Centro de interpretación del Peropalo werden Besuchern das Fest Peropalo, die partocha Kultur, lokale Traditionen sowie die Lebensweise und Bräuche in Villanueva de la Vera vorgestellt.

Die Ermita de San Antón diente früher Reisenden und Pilgern auf dem Weg zur Sierra de Gredos als Zuflucht. Nachdem ein Brand ihr Dach zerstört hatte, wurde sie 1760 an einen neuen Standort versetzt. Unterhalb des Brunnens von El Chorrillo befand sich früher ein kleiner Brunnen, der als Waschplatz genutzt wurde. Beim Lancho de la Panderona wurde ein Teil des Felsens abgetragen, um die umliegenden Häuser zu errichten; der Ort gilt als besonders sehenswürdig.

Wasser und Landschaft

Die Garganta de Gualtaminos ist ein Wasserlauf, der in den Tiétar mündet und zum Einzugsgebiet des Tajo gehört. In dieser Schlucht liegt die Cascada del Diablo, 1 km vom Ortsausgang von Villanueva de la Vera in Richtung Madrigal entfernt. Die Cascada del Diablo gehört zu den 20 Wasserlandschaften der Extremadura.

Das Becken El Librito an der Garganta de Gualtaminos verändert sich deutlich mit den Jahreszeiten. Im Winter tritt der Wasserlauf über die Ufer, während im Sommer Felsformationen, Wege, Rinnen und Becken wieder sichtbar werden. Im Parque del Corchito gibt es Quellwasser zum Auffüllen von Flaschen oder zum Erfrischen.

Die Cascada del Diablo überwindet auf kurzer Strecke einen Höhenunterschied von 70 Metern; ein einfacher Weg führt zu einem Aussichtspunkt. Die Route zur Puente de la Ombrigüela führt durch einen schattigen Uferwald zur Piscina Natural de Villanueva de la Vera.

Wege und Ausblicke

Die Ruta Riolobos führt an Korkeichen, Eichen, Kiefern, Zürgelbäumen, Erdbeerbäumen, Wacholdern und Heidekraut vorbei. Die vielfältige Vogelwelt nutzt diese Bereiche als Unterschlupf, sodass auf dem Weg Baumarten und Lebensräume eng miteinander verbunden erscheinen.

Die Ruta de los Prados ist eine 3 km lange, ringförmige Route mit geringem Schwierigkeitsgrad. Sie kann zu Fuß, zu Pferd und mit dem BTT zurückgelegt werden. Die Route führt durch Eichenwälder zu einem natürlichen Aussichtspunkt mit Blick auf Villanueva, das Tiétar-Tal, den Rosarito-Stausee und die Montes de Toledo.

Essen und regionale Besonderheiten

Villanueva de la Vera gehört zum geschützten Erzeugungsgebiet des Pimentón de la Vera. In Villanueva de la Vera werden hausgemachte Gerichte angeboten, zu deren charakteristischen Zutaten Pimentón und Verata-Ziegenkäse gehören. Pimentón und Verata-Ziegenkäse gelten als vollständig handwerklich hergestellt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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