Extremadura: Natur, Geschichte und Käsespezialitäten

File:LAV Extremadura.jpg File:LAV Extremadura.jpg Foto: Plazadelcamino via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der UNESCO Global Geopark Villuercas-Ibores-Jara erstreckt sich auf einer Fläche von 2.544 Quadratkilometern im Südosten der Provinz Cáceres. Der Risco de La Villuerca ist mit 1.601 Metern der höchste Punkt des Geoparks. Zugleich ist er geologischer Lehrpfad und Geotop und bietet Panoramablicke auf die charakteristische Landschaftsform des Appalachian Reliefs.

Direkte Unterregionen von Extremadura: Cáceres, Badajoz.

Natur und Landschaft

Besuche der Höhle von Castañar de Ibor sind aus Gründen des Naturschutzes nur nach vorheriger Reservierung möglich. Das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Tejo/Tajo Internacional wird zwischen Spanien und Portugal geteilt. Der Tajo Internacional eignet sich zur Vogelbeobachtung; zu den dort vorkommenden Arten gehören unter anderem der Spanische Kaiseradler, der Schwarzstorch, der Mönchsgeier, der Gänsegeier, der Steinadler, der Schmutzgeier und der Uhu.

Das Biosphärenreservat La Siberia extremeña ist von großen Stauseen geprägt, die Strände und natürliche Badebecken bilden, und umfasst außerdem Wälder, Weiden, Dehesas und Olivenhaine. Dort sind unter anderem Wandern, Radfahren, Bootsfahrten, 4×4-Routen, Vogelbeobachtung, Astrotourismus, Pilzesammeln und Klettern möglich.

Der 150 Hektar große periurbane Schutz- und Freizeitpark Moheda Alta vereint Dehesas, Getreidefelder, Weideland, Olivenhaine, Auwälder, Stauseen, Flüsse und Bäche. Die ZEPA Arrozales de Palazuelo y Guadalperales verfügt über eine international bedeutende Wasservogelwelt und liegt zwischen Cáceres und Badajoz. Eine der Vías Verdes in Extremadura führt durch Landschaften mit Steineichen und Korkeichen, in denen unter anderem mehrere Greifvogelarten beobachtet werden können.

Kultur, Geschichte und Tradition

Das Archäologische Ensemble von Mérida hat seinen Ursprung im Jahr 25 v. Chr., als Augustus die Kolonie Augusta Emerita gründete. Das Königliche Kloster Santa María de Guadalupe ist ein religiöses Bauensemble, dessen Architektur sich über etwa sechs Jahrhunderte erstreckt. Es ist weiterhin ein Wallfahrtszentrum für die westliche Welt und Lateinamerika.

Der Torre del Bujaco ist der bekannteste von etwa 30 Türmen aus der muslimischen Epoche in Cáceres. Die Römische Brücke von Alcántara wurde etwa im Jahr 106 n. Chr. fertiggestellt; sie hat sechs Bögen, eine Länge von 194 Metern, eine Breite von acht Metern und eine maximale Höhe von 71 Metern.

Bei der Boda Regia wird im August in Valencia de Alcántara und im portugiesischen Marvão ein historisches Ereignis nachgestellt; die Veranstaltung ist als Fiesta de Interés Turístico de Extremadura anerkannt.

Wege und Erlebnisse

Die landschaftlich reizvolle Straße EX-208 verläuft von Villarreal de San Carlos über den Abschnitt bei Arroyo de la Vid bis an die Tore des Nationalparks Monfragüe, eines Biosphärenreservats. Die Route der Garganta de los Infiernos ist ein markierter Rundwanderweg von 16 Kilometern Länge, für den ungefähr sechs Stunden veranschlagt werden.

Von der Naturreservat-Interpretationsstätte führt ein 2,5 Kilometer langer, für alle Altersgruppen geeigneter Weg zu den natürlichen Badebecken von Los Pilones.

Regionale Küche

Die Ruta del Queso ermöglicht Besuche bei Höfen und Käseproduzenten, um Herkunft und Herstellung regionaler Käsesorten kennenzulernen und sie zu verkosten; zu den Käseerlebnissen können außerdem das Hüten von Tieren, das Melken von Ziegen oder Schafen, die Käseherstellung und anschließende Verkostungen gehören. In Spanien gilt die Torta del Casar als besonders gefragter Käse.

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