Santiago de Alcántara zwischen Felskunst und Tajo-Landschaft

Felskunst und megalithische Spuren

Santiago de Alcántara verbindet eindrucksvolle Zeugnisse vergangener Epochen mit Routen durch die Landschaft am Tajo. Die Cueva del Buraco enthält schematische Felsmalereien, die mehr als 5.000 Jahre alt sind und auf dem Quarzit der Sierra de Santiago liegen. Zu den 25 Felsbildmotiven gehören überwiegend kopflose anthropomorphe Figuren mit angewinkelten Armen sowie Balken und Punkte. Auch die Peña Grajera enthält Felsmalereien, dort mit sechs anthropomorphen Figuren. Zugänglich ist sie nur, wenn die Rivera Aurela kein oder nur wenig Wasser führt.

Routen zu Aussichtspunkten

An der Ermita de San Cristóbal gibt es Picknickplätze, Grillstellen und Trinkwasser. Dort beginnt die ausgeschilderte, 7 Kilometer lange megalithische Route El Buraco. Sie führt zu einem natürlichen Aussichtspunkt neben dem Castro Cabeza de Buey. Eine weitere ausgeschilderte Route ist die Senda Verde im Parque Natural del Tajo Internacional; sie verläuft von Santiago de Alcántara bis Cedillo.

Im Zentrum El Péndere befindet sich das Naturinterpretationszentrum El Péndere in der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Ermita de El Péndere. Ausstellungen und audiovisuelle Materialien vermitteln dort Landschaften, Ökosysteme, Flora und Fauna des Tajo Internacional. Besuche sind nach vorheriger Anmeldung möglich; außerdem gibt es neun ausgeschilderte Routen im kommunalen Umfeld.

Zwischen Sierra, Fluss und Tierbeobachtung

Die Ruta de la Geregosa führt als 14,6 Kilometer lange Hin- und Rückroute vom Zentrum El Péndere zur Fuente de la Geregosa am Tajo und dauert ungefähr 3 Stunden und 20 Minuten. Sie verbindet das Gebiet von regionalem Interesse Sierra de San Pedro mit dem Parque Natural Tajo Internacional und bietet Möglichkeiten zur Beobachtung großer Greifvögel und von Schwarzstörchen. Ein Aussichtspunkt an der Route bietet Ausblicke auf den Tajo und sein portugiesisches Ufer.

Auf den BTT-Wegen durchquert man die Rivera Aurela, den Regato de las Tomasas und den Regato Negrales; die Wege führen durch Eukalyptusbestände und mediterranen Wald. Der Mirador de las Viñas eignet sich am Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes zur Beobachtung der Hirschbrunft. Der betreffende Abschnitt des Tajo kann zum Schutz der Biodiversität vom 1. August bis zum 15. Januar besucht werden; die Route führt flussaufwärts in Richtung Santiago de Alcántara.

Weitere Reiseziele: Marchagaz, La Cumbre, Zarza De Granadilla, Campo Lugar, Tornavacas, Brozas, Fresnedoso De Ibor und Cedillo.

Kirche, Geschichte und Feste

Zum künstlerischen Erbe von Santiago de Alcántara gehört die Iglesia de Nuestra Señora de la Consolación, die aus dem 16. bis 17. Jahrhundert stammt. Die Eras de Ulloa stehen mit einer römischen Siedlung nahe der Rivera Aurela in Verbindung, in der nach Gold gesucht wurde. Das Castillo de Cabeza del Esparragal wurde 1167 von Fernando II. erobert und dem Templerorden übergeben. Im Jahreslauf prägen außerdem die Patronatsfeiern den Ort: Sie sind dem Santísimo Cristo de las Batallas gewidmet und finden vom 31. August bis zum 3. September statt. La Frenda ist eine jährlich im August stattfindende Kulturfeier, bei der ein historischer Hochzeitsumzug durch den Ort erinnert wird. Das Zentrum zur Interpretation der Dolmenkultur vermittelt die megalithische Bedeutung der Region anhand von Rekonstruktionen, Modellen, Tafeln und Videos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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