Aldeacentenera zwischen Kulturdenkmal und Geopark
Aldeacentenera verbindet ein bedeutendes Kulturerbe mit Spuren weit zurückliegender Epochen und offenen Landschaftsräumen. Aldeacentenera gehört zu den Orten des UNESCO-Geoparks Villuercas-Ibores-Jara. Im nördlichen Teil des Gemeindegebiets gibt es Lagunen und Steppen von großer ornithologischer Bedeutung. Damit treffen in Aldeacentenera ein Kulturgut von besonderem Interesse, archäologische Zeugnisse und naturkundlich geprägte Räume aufeinander. Für Sie ergibt sich ein Reiseziel, dessen Themen von einem einzelnen Bauwerk bis zu größeren Landschaftsräumen reichen und sich bei der Tagesplanung unterschiedlich gewichten lassen.
Der Puente del Conde
Der Puente del Conde ist ein von Aldeacentenera und Cabañas del Castillo gemeinsam getragenes Kulturgut von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Denkmal. Die Brücke ist 65 Meter lang und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Vom östlichen Ortsrand Aldeacenteneras ist sie über eine asphaltierte Piste und anschließend über einen 280 Meter langen Fußweg erreichbar. Der Zugang folgt somit einer klaren Abfolge: Auf die Anfahrt über die Piste schließt sich der letzte Wegabschnitt zu Fuß an. Gerade diese Verbindung aus Kulturdenkmal und konkret benanntem Fußweg gibt dem Besuch eine greifbare räumliche Orientierung.
Das archäologische Umfeld von La Coraja
Etwa fünf Kilometer vom Ort Aldeacentenera entfernt liegt auf der Finca de la Coraja das Castro La Coraja, das auf die Zeit um das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert wird. Das Castro besitzt einen befestigten Umfassungsbereich; im Inneren wurde eine Gruppe von Wohnhäusern entdeckt. Etwa 500 Meter vom Castro entfernt liegt außerdem eine Nekropole mit mehr als 70 ausgegrabenen Urnengräbern. Die räumliche Staffelung von Ort, Finca, Castro und Nekropole lässt sich bei einer kulturell ausgerichteten Erkundung berücksichtigen, ohne die einzelnen archäologischen Orte zu einer einzigen Anlage zusammenzufassen.
Dolmen und kulturelle Vermittlung
Der Dolmen La Coraja liegt in einem ehemaligen vettonischen Castro; eines seiner Wohnhäuser nutzt den Dolmen als Teil einer Mauer. Beim Korridor-Dolmen La Coraja weisen einige der Orthostaten symbolische Gravuren auf. Die Besonderheiten liegen damit sowohl in der baulichen Einbindung des Dolmens als auch in den Zeichen an einzelnen Orthostaten. Im Naturkomplex El Ejido steht zudem eine Nachbildung der keltischen Bauten des Castros La Coraja, die für kulturelle, vermittelnde und touristische Aktivitäten errichtet wurde. Sie ergänzt die historischen Zeugnisse um eine eigens geschaffene Form der Darstellung.
Landschaft und regionale Orientierung
Für die Anfahrt zum Geopark Villuercas-Ibores-Jara führt die Ausfahrt 240 der A-5 in Richtung Aldeacentenera. Als weitere landschaftsbezogene Orientierung ist die Ruta de las Avutardas eine Route, die Aldea del Obispo (La), Aldeacentenera und Torrecillas de la Tiesa zugeordnet ist. So stehen neben den Kulturdenkmälern und archäologischen Stätten auch ein Geopark, ornithologisch bedeutsame Lagunen und Steppen sowie ein regionaler Routenbezug im Mittelpunkt. Der Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert ist im Barockstil gestaltet und setzt einen zusätzlichen historischen Akzent.
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