Valdencín: Kolonisationsgeschichte, Wandbilder und Kultur

File:Valdencín Fuente 2010.jpg File:Valdencín Fuente 2010.jpg Foto: Pueblos Caurienses 2017 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Valdencín verbindet die Geschichte einer geplanten Kolonisationssiedlung mit zeitgenössischer Kunst, regionalen Festen und der Landschaft am Alagón. Der Ort ist eine Station der Pueblos-de-Luz-Route Valle del Alagón und gehört zugleich zum touristischen Angebot „Pueblos de Luz“, das Geschichte, Kulturerbe, Umfeld und typische Produkte der Kolonisationsdörfer in Extremadura vermittelt.

Kolonisationsgeschichte am Fluss Alagón

Valdencín wurde 1964 geplant und zwischen 1965 und 1970 vom ehemaligen Instituto Nacional de Colonización gegründet. Diese Entstehung prägt den Ortscharakter bis heute: Die städtebauliche Struktur ist um einen Platz herum angelegt, während Valdencín im Valle del Alagón zu den weiß geprägten Kolonisationssiedlungen gehört, die sich vor einer grünen Umgebung abheben. Der Ort liegt in geringer Entfernung vom Hauptkanal am linken Ufer des Flusses Alagón.

Auch die religiöse Architektur gehört zum Bild des Ortes. Die Kirche von Valdencín stammt aus dem 20. Jahrhundert. Die Iglesia de Santa Teresa hat einen rechteckigen Grundriss mit einem Kirchenschiff und wird durch ihren Glockenturm geprägt. Am Sockel dieses Kirchturms erinnert ein Wandbild an die Arbeit der ersten Siedlerinnen; geschaffen wurde es vom Künstler Jonathan Carranza „Sojo“.

Wandbilder und Routen durch das Valle del Alagón

Ein zweites markantes Motiv ist das Wandbild „Muro Crítico“ an der Fassade des Rathauses von Valdencín. Es ist seit 2021 zu sehen und wurde vom Madrider Künstler Digo Diego im Rahmen der städtischen Kunstkampagne „Muro crítico“ der Diputación de Cáceres geschaffen. Die vorgeschlagene Pueblos-de-Luz-Route führt in einem Abstecher nach Valdencín, um dort die beiden Wandbilder zu sehen.

Für die Orientierung im weiteren Tal wurden im Rahmen einer Initiative sieben touristische Routen nach geografischen Kriterien angelegt. Dabei werden neben dem Kulturerbe auch natürliche, landschaftliche und kulturelle Ressourcen berücksichtigt. Valdencín ist außerdem als Station der Route Valle del Alagón in dieses thematische Gefüge eingebunden. So treffen Ortsgeschichte, Siedlungsplanung, Kunst und Landschaft in einem klar umrissenen Reiseziel aufeinander.

Feste, Musik und regionale Küche

Zum kulturellen Leben gehören auch Veranstaltungen. Espacio Utopía ist ein Mehrzwecksaal in Valdencín, in dem verschiedene Veranstaltungen mit Live-Musik als Schwerpunkt stattfinden. Die Sala Utopía gilt als kultureller Bezugspunkt im ländlichen Raum. Das Bellota Rock Rural Fest erreichte seine achte Ausgabe; diese war für den 26. und 27. Juli angekündigt.

Regionaler Geschmack stand bei der Ausgabe 2025 von La Velá de Valdencín im Mittelpunkt: Auf dem Programm standen Wettbewerbe für Migas, Tortillas und Pitarra-Weine. Auch traditionelle und gemeinschaftliche Feste sind belegt. Für den 15. Oktober 2024 war ein Fest zu Ehren der Santa Teresa mit Messe und anschließender Prozession vorgesehen. In der Mehrzweckhalle war dazu eine gesellige Zusammenkunft mit Charanga-Musik und Hüpfburgen für Kinder vorgesehen.

Das siebte Festival Nacional de Folklore „El Madroño de Valdencín“ war für den 13. Oktober um 18 Uhr beim Mehrzweckpavillon von Valdencín angekündigt. Zusätzlich wurde das VIII. Festival Nacional de Folklore „El Madroño de Valdencín“ angekündigt. Damit reicht das Veranstaltungsprofil von Live-Musik und Rock bis zu Folklore, Festtraditionen und regionalen Erzeugnissen.

Weitere Ziele: Horcajo, Aliseda, Hoyos, Barrado, Cáceres, Casas Del Monte, Palomero, Torremocha.

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