Madroñera: Dehesas, Kirchen und Traditionen
Madroñera liegt zwischen Sierras, darunter Pedro Gómez, und ihre Landschaft ist durch Steineichen-Dehesas, Korkeichen und ausgedehnte Buschlandflächen geprägt. Das Gemeindegebiet wird vom Arroyo de Magasca berührt; in Madroñera ist Crecederas ein Zufluss des Arroyo de Magasca. Bergzüge, Dehesas, Buschland und Gewässerbezüge gehören damit gemeinsam zum Landschaftsbild Madroñeras.
Anreise
Die wichtigste Zufahrtsstraße nach Madroñera ist die Straße Plasencia–Zorita EX-208. Von Trujillo aus erreicht man Madroñera über die N-521 und anschließend die EX-208.
Kultur
Die Iglesia Parroquial de la Purísima Concepción ist ein Bau des volkstümlichen Barock, dessen Errichtung im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts begann. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Baubeginn und Grundriss stehen für zwei verschiedene Seiten desselben Sakralbaus: seine zeitliche Einordnung und seine architektonische Form. Der Rollo beziehungsweise die Picota ist ein Denkmal aus dem 16. Jahrhundert und kennzeichnet die historische Unabhängigkeit dieser Gebiete von Trujillo. An der Bekrönung des Rollo beziehungsweise der Picota befinden sich zwei Löwen und die Wappen der Santa Cruz.
Das Casa Palacio de los Santa Cruz besitzt ein Renaissanceportal aus Stein, das von Säulen eingerahmt ist. Die Puente sobre el río Magasca ist eine Brücke mit zwei Rampen, zwei Steinbögen und einem Mauerwerk aus Schieferbruchstein. Zu den erhaltenen religiösen Denkmälern Madroñeras gehört die Ermita del Cerro. Die heutige Ermita de la Virgen de Soterraña ersetzte ein vollständig verfallenes früheres Gebäude und beherbergt die Schutzpatronin Madroñeras. In Madroñera befindet sich außerdem ein Werbeplakat „Nitrato de Chile“ im Art-déco-Stil. Stein, Säulen, Bögen, Schieferbruchstein und Art-déco-Gestaltung bilden unterschiedliche sichtbare Elemente des Ortsbilds.
Für Kulturinteressierte liegen damit mehrere historische und gestalterische Ebenen nebeneinander: Der Baubeginn verweist auf das erste Drittel des 17. Jahrhunderts, während der lateinische Kreuzgrundriss die Form des Kirchenbaus beschreibt. Rollo, Casa Palacio und Brücke ergänzen dieses Bild mit Denkmal, Renaissanceportal, Rampen, Bögen und Schieferbruchstein. Die beiden Einsiedeleien und das Plakat erweitern die sichtbaren Zeugnisse um religiöse Architektur und Gestaltung des 20. Jahrhunderts.
Weitere Orte auf dieser Ebene sind Acehuche, Horcajo, Nuñomoral, Herrera De Alcántara, Almoharín, Aldeacentenera, Abadía und Santiago De Alcántara.
Kulinarik
Escabeche extremeño gilt als typisches Gericht Madroñeras. Am Ostermontag findet in Madroñera eine Feldwallfahrt statt, bei der typische Gerichte wie Escabeche, Frite und Gazpacho gegessen werden; außerdem wird der traditionelle süße Bollo de Pascua zubereitet.
Traditionen
Die Fiestas de la Soterraña finden am ersten Augustwochenende statt. Die seit einem Jahrhundert bestehende Kintos-Tradition, bei der sich die Quintos von ihrer Villa verabschieden, gipfelt im „Poner la Bandera“ an der Mona del Rollo. Der Camino de los Descubridores ist eine mit Madroñera verbundene Route. Bei der Procesión del Niño Pastor begleiten Kinder in traditionellen Trachten das Bild des Niño Pastor mit einem Schaf durch die Straßen Madroñeras.
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