Jarrio: Jakobsweg, Küstenblick und Ortsgeschichte

File:Hospital de Jarrio.jpg File:Hospital de Jarrio.jpg Foto: Vanbasten 23 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Jarrio verbindet den Camino del Norte mit markanten Spuren der Pilgergeschichte und einem Aussichtspunkt über die Küstenrasa. Der Camino del Norte verläuft durch Coaña und führt nach Jarrio. Dadurch begegnen sich im Ort ein historischer Wegverlauf, erhaltene Zeugnisse des Pilgerwesens und ein weiter Blick über die Landschaft.

Pilgerhospital und historische Orte

Das Pilgerhospital Santa Ana wurde im 14. Jahrhundert in Jarrio gegründet und versorgte Wanderer bis weit ins 19. Jahrhundert. Die Geschichte des Hospitals ist außerdem mit einer alten Kapelle verbunden, die als Teil des Hospitals von Jarrio noch sichtbar ist. Bei den ehemaligen Schulen von Jarrio befindet sich die Fuente de los Peregrinos. Die Gebäude dienen heute als Sitz der Nachbarschaftsvertretung. So liegen die historischen Bezugspunkte an konkreten Orten innerhalb Jarríos. Die frühere Versorgung der Wanderer gibt dem Hospital einen klaren Bezug zum Jakobsweg, während Kapelle und Quelle weitere sichtbare Spuren dieser Ortsgeschichte bilden.

Küstenrasa vom Mirador del Pico de Jarrio

Der Mirador del Pico de Jarrio setzt einen landschaftlichen Akzent. Der Aussichtspunkt liegt auf 365 m Höhe über dem Meeresspiegel. Von dort überblickt man die breite Küstenrasa und kann Ortschaften in der benachbarten autonomen Gemeinschaft Galicien sehen. Für Besucher, die Ortsgeschichte und Landschaft verbinden möchten, führt der Blick damit über Jarrio hinaus bis in die benachbarte Region. Der Mirador eröffnet damit einen anderen Zugang zu Jarrio als die historischen Orte im Siedlungsbereich: Im Vordergrund stehen Höhe, Küstenraum und der Blick bis nach Galicien.

Jakobsweg und Zufahrt zum Aussichtspunkt

Die Etappe Coañesa des Jakobswegs ist 11 km lang. Die 11 km bilden einen klar abgegrenzten Abschnitt des Jakobswegs. Der Weg führt damit als eigene Passage durch die Ortsgeschichte, während der Mirador über die lokale Zufahrt einen festen Landschaftspunkt markiert. Der Mirador del Pico de Jarrio ist von der N-634 in Jarrio über die lokale Straße CÑ-1 in Richtung Coaña erreichbar. Jakobsweg und Aussichtspunkt stehen dadurch für zwei unterschiedliche Formen, Jarrio zu erkunden: zu Fuß entlang einer ausgewiesenen Etappe oder über die örtliche Zufahrt zu einem festen Landschaftsziel.

Romería und Feria Agroarte

Mit Jarrio verbunden ist die Romería Pico de Jarrio, die im Juli stattfindet. Einen weiteren lokalen Akzent setzte die XI Feria Agroarte mit mehr als 50 Ausstellern aus den Bereichen Lebensmittel und Kunsthandwerk. Die beiden Veranstaltungen verweisen auf unterschiedliche Seiten des Ortes: Die Romería gehört zum Festkalender, während die Feria Lebensmittel und handwerkliche Arbeiten zusammenbrachte. Zusammen mit Hospital, Jakobsweg und Mirador gehören damit auch Festtradition, regionale Produkte und Kunsthandwerk zum konkreten Ortsbild von Jarrio.

Stellplatz mit Versorgungsangebot

Der Stellplatz Área de Autocaravanas de Jarrio-Coaña bietet Trinkwasser sowie Entsorgung für Grauwasser und Schwarzwasser. Dieser konkrete Versorgungsort ergänzt die kulturellen, landschaftlichen und wegebezogenen Anlaufpunkte Jarríos um eine praktische Station.

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