Celada: Kultur, Wege und Sidra-Tradition in Asturien

File:Iglesia Sta Maria Celada 1.jpg File:Iglesia Sta Maria Celada 1.jpg Foto: Banderas via Wikimedia Commons, Public domain

Celada mit Poreñu: Geschichte und ländliche Kultur

Wer Celada über seine kulturellen Besonderheiten kennenlernen möchte, stößt auf Poreñu: Der Ort liegt in der Pfarrei Celada und erhielt 2017 die Auszeichnung „Pueblo Ejemplar de Asturias“. Damit stehen kirchliche Geschichte, überlieferte Arbeitsformen und das ländliche Leben Asturiens in engem thematischem Zusammenhang. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich so ein Ortsschwerpunkt, der nicht auf einzelne Sehenswürdigkeiten beschränkt bleibt, sondern auch regionale Erinnerung und gewachsene Tradition umfasst.

Die Kirche Santa María de Celada

Die Kirche Santa María de Celada wurde im 13. Jahrhundert erbaut. In ihrem Inneren befindet sich ein vorromanisches Taufbecken. Auch das Westportal lohnt eine genaue Betrachtung: Es besitzt einen Rundbogen mit einem durch Tetrapetalen verzierten Wasserschlag. Gerade solche Bauteile geben der Kirche eine konkrete historische Dimension und machen sie zu einem wichtigen Anhaltspunkt für alle, die bei einem Aufenthalt in Celada architektonische Details und ältere sakrale Baukunst miteinander verbinden möchten.

Poreñu und das Gedächtnis des Dorfes

In Poreñu ist die Casa de la Torre erhalten, die historisch mit dem Haus Hevia verbunden war. Eine permanente ethnografische Ausstellung wurde aus alten Geräten und Gegenständen zusammengestellt, die einst in Getreidespeichern und Dachböden aufbewahrt worden waren. Die Ausstellung veranschaulicht das ländliche Leben in Asturien in vergangenen Jahrzehnten. Ergänzend wird in Poreñu die traditionelle Sextaferia als gemeinschaftliche Arbeit zur Verbesserung des Ortes bewahrt. So begegnen Ihnen hier sowohl bauliche Zeugnisse als auch Gegenstände und Formen gemeinschaftlichen Handelns, die den Alltag früherer Generationen greifbar machen.

Spazierwege, Lichtungen und Ausblicke

Ein Spazierweg von Poreñu nach Celada beginnt an einer Kapelle, die neben zwei Eiben steht. Auf dem Abstieg zum Viertel La Garita in Poreñu liegt eine Lichtung, von der aus Sie die Ría de Villaviciosa bis zu ihrer Mündung ins Meer sowie die Hauptstadt der Gemeinde sehen. Ein weiterer Rundweg durch die Umgebung von Poreñu führt über Celada, Valdebárcena und Rali zurück nach Poreñu. Zwischen Apfelhainen bietet er Ausblicke auf die Picos de Europa. Die Wege verbinden damit mehrere konkrete Landschaftsbilder: die Ría mit ihrem Verlauf zum Meer, die Gemeindehauptstadt, die Obsthaine und das Gebirgspanorama.

Apfelanbau und Sidra-Tradition

Poreñu verfügt über eine traditionelle Kultur des Apfelanbaus und der Herstellung von Sidra. Hauspressen zur Herstellung von Sidra gehören zu dieser Sidra-Tradition. Wer bei der Wahl eines Reiseziels neben Geschichte und Wegen auch regionale Ess- und Getränkekultur berücksichtigt, findet hier einen klaren lokalen Schwerpunkt. Die Apfelhaine entlang des Rundwegs und die überlieferten Hauspressen stehen dabei für zwei miteinander verbundene Seiten derselben Tradition: den Anbau der Früchte und ihre Verarbeitung zu Sidra.

Weitere Orte in der Umgebung von Celada: Otur, Merás, Las Arenas, Robledo, Pimiango, Llamoso, Helgueras und Giranes.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Asturien.

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