Merás: Römische Spuren, Waldwege und Kulturerbe

Merás in Asturien verbindet mehrere klar unterscheidbare Facetten: Kulturerbe, römische Archäologie, kirchliche Bauformen sowie Wege durch Wald und Natur. Die Themen reichen von Bauzeugnissen über eine römische Inschrift bis zu befestigten Arealen und Routen durch die Landschaft. Wer unterschiedliche Perspektiven auf einen Ort schätzt, findet hier daher mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte. Zu den Bauzeugnissen gehören die Escuelas de Rellón de Merás. Sie sind als Teil einer Auswahl von 120 Schulen mit denkmalpflegerischem Interesse in das Inventar des Kulturerbes von Asturien aufgenommen.

Römische Spuren in El Rellón

Eine dem Jupiter gewidmete römische Inschrift wurde in El Rellón de Merás entdeckt. Die Inschrift ist derzeit verschollen. Rafael Díaz Argüelles fertigte 1830 eine Abschrift der Jupiter-Inschrift von El Rellón de Merás vom Original an. Die römische Spur ist damit mit dem Fundort El Rellón de Merás und der 1830 angefertigten Abschrift verbunden.

Kirchliche Bauformen der Ermita

Die Ermita de Nuestra Señora de Merás ergänzt die Ortsgeschichte um klar erkennbare kirchliche Bauformen. Außen weist sie einen Portikus, Strebepfeiler und einen flachen Chor auf, der niedriger ist als das Kirchenschiff. Ein Portikus bezeichnet einen vorgelagerten Eingangsbereich, Strebepfeiler sind bauliche Verstärkungselemente. Im Inneren befinden sich ein einziges Kirchenschiff mit sichtbarer Holzkonstruktion des Satteldachs und ein spitzbogiger Triumphbogen, der es vom Chor trennt. So treten an der Ermita Außenansicht, Dachkonstruktion und Raumgliederung als unterschiedliche architektonische Details zusammen.

Waldroute mit Blicken bis zur Küste

Die Wanderroute setzt einen landschaftlichen Schwerpunkt. Sie führt durch Wald und Natur und bietet gute Ausblicke auf die Brañas, durch die sie verläuft, sowie auf die Küste von Valdés. Auf ihrem Rückweg nach San Pedro führt die Route durch Merás und La Llamiella. Der Streckenverlauf bringt damit Wald, Brañas, Küstenblicke und den benannten Wegabschnitt durch Merás in eine gemeinsame Abfolge.

Anspruchsvolle Straßenradroute

Für Radreisende ist die offizielle Straßenradroute Luarca–Tinéu ein eigenständiger Bezugspunkt. Sie ist 66 Kilometer lang, anspruchsvoll und linear; sie erreicht Merás und führt auf der AS-351 weiter in Richtung Paredes. Der Fluss Merás schlängelt sich durch eine enge Schlucht, und die Route weist steile Anstiege auf. Damit treffen bei dieser Strecke eine klar angegebene Länge, ein anspruchsvoller Charakter und markante Landschaftsbezüge zusammen.

Archäologie zwischen zwei Tälern

Mit El Cerco de los Moros kommt ein befestigtes archäologisches Areal hinzu. Es befindet sich auf dem Bergrücken, der die Täler von Paredes und Merás trennt, und umfasst ein etwa 80 × 50 Meter großes elliptisches Areal mit zwei Gräben und den dazugehörigen Wällen. Carcabones de Merás gehört zu den Fundstellen, die sowohl in Fels als auch im Alluvium auftreten. Beide Ortsbezüge stehen für unterschiedliche Erscheinungsformen der Archäologie im Raum von Merás.

Weitere Orte

Comarca del Nora, Tuiza de Abajo, Robledo, Llamoso, El Vallín, Endriga, Vegadeo, Llueves

Anfahrt aus Brieves

Von Brieves aus erreicht man Merás über die AS-221 in Richtung „Merás-Paredes“.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Asturien.

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