Candamo zwischen Höhlenkunst und historischen Routen
Höhlenkunst, Flusslandschaft und historische Spuren
Candamo vereint mehrere klar unterscheidbare Reiseanlässe: paläolithische Höhlenkunst, Wege durch historische Landschaften, Spuren militärischer Archäologie und die traditionsreiche Erdbeerkultur. Der Nalón, mit 145 Kilometern der längste Fluss Asturiens, fließt durch Candamo. So treffen Naturraum, Geschichte und lokales Leben auf engem thematischem Raum aufeinander.
Die Cueva de Candamo und die Höhle La Peña
Das Interpretationszentrum der Cueva de Candamo befindet sich im restaurierten Palacio de Valdés-Bazán in San Román. Dort sehen Sie maßstabsgetreue Nachbildungen der Schätze der Höhle; außerdem vermittelt ein Multimedia-System die parietale Kunst der kantabrischen Küste. Die Cueva de Candamo gehört zur UNESCO-Welterbestätte „Cueva de Altamira und paläolithische Höhlenkunst in Nordspanien“.
Die Höhle La Peña (Cueva de la Peña) in San Román, Candamo, ist die westlichste Höhle mit paläolithischer Kunst auf dem europäischen Kontinent. Ihre Malereien und Gravuren entstanden vor 22.590 bis 10.870 Jahren. Die Höhle liegt an der Straße von Grullos nach Peñaullán (AS-236) zwischen Kilometer 4 und 5; von San Román führt eine Straße zu einem Parkplatz nahe der Höhle. Im Umfeld der Cueva de la Peña liegt außerdem der Camín Real de la Mesa, eine der bedeutenden Römerstraßen der Iberischen Halbinsel.
Dörfer, Kirchen und befestigte Orte
Auf dem Weg durch Candamo begegnen Ihnen unterschiedliche historische Zeugnisse. El Castiellu ist ein ovales Areal von etwa 100 × 40 Metern. An den Nord-, Ost- und Westhängen wird es durch starke Geländestufen geschützt, während das Verteidigungssystem an der Südseite aus drei Wällen besteht. Die kleine Kirche San Andrés besitzt eine quadratische Apsis, ein einschiffiges Langhaus und einen Glockengiebel mit drei Bögen. Die Kirche von La Mortera ersetzte eine verfallene, dem heiligen Markus geweihte Einsiedelei.
Aces ist für zahlreiche alte Hórreos bekannt, von denen viele geschnitzte Türen besitzen. San Pedro Mangón hat eine mehr als zehn Jahrhunderte umfassende Geschichte und diente als Ort der ersten offenen Ratsversammlungen sowie als Schule. Diese Orte geben einer Fahrt durch Candamo immer wieder neue Anhaltspunkte zwischen Bauformen, Gemeindegeschichte und ländlicher Umgebung.
Routen rund um La Degollada
Von den letzten Häusern von La Ponte Peñaflor führt eine schmale Straße über El Campillín und durch die Sierra del Pedrousu zum Erholungsgebiet La Degollada. Dort bietet das Centro Multideporte La Degollada mehrere Routen und Rundstrecken im Freien, darunter Asalto a las Trincheras, La Fe, Senda'l Pedrosu, Degollada 2.0 und Ciclo X.
Die dritte Route des Espacio Histórico ist 5,8 Kilometer lang und führt über den Pico Pedrozu. Entlang der Strecke liegen Schützengräben, Maschinengewehrnester, Stellungen für Schützen und Grenadiere sowie ein Beobachtungsunterstand. Vom Erholungsgebiet La Degollada führt außerdem ein Weg zum Observatorium Picos del Horru, der an erhaltenen Spuren der militärischen Archäologie entlangführt. Das Observatorium bewahrt eine noch sichtbare Schützengrabenanlage; von dort bietet sich ein 360-Grad-Panoramablick über Zentralasturien.
Für Radfahrer ist Ciclo X als Variante der BTT-Route Asalto a las Trincheras angelegt. Der Verlauf führt vollständig durch Candamo über Pisten, Wege und einige asphaltierte Abschnitte. Der Rundkurs ist 34,2 Kilometer lang, weist 644 Höhenmeter auf und ist für Radfahrer mit mittlerem Leistungsniveau und guter Kondition ausgelegt. Ciclo X kann auch zu Fuß begangen werden.
Erdbeertradition und lokale Geschichte
Die horticulturelle Tradition von Candamo wird besonders durch den Erdbeeranbau repräsentiert. Das Festival de la Fresa würdigt die Menschen, die diesen traditionsreichen Anbau erhalten; bei der Präsentation der Erdbeeren begleiten traditionelle Musik und Kunsthandwerk das Fest. Zwischen Höhlen, Fluss und historischen Wegen erhält Candamo dadurch auch eine kulinarisch geprägte Seite.
Weitere Ziele in derselben Region: Riosa, Santo Adriano, Cabranes, Noreña, Comarca De La Sidra, Cangas Del Narcea, Villaviciosa, Degaña.
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