Riosa: Aramo, Angliru und Bergbaugeschichte
Landschaft zwischen Aramo und Angliru
Riosa liegt in einem Raum, den die Sierra del Aramo prägt. Der Kalksteinzug ist fast 20 Kilometer lang und sieben Kilometer breit; seine Hochfläche zeigt Karstformen und Dolinen. Das Gebiet der Sierra del Aramo umfasst die Sierra zwischen Quirós im Westen sowie Riosa und Morcín im Osten. Eine markante sportliche Referenz ist der Bergpass L'Angliru in Riosa, der für die 23,5-prozentige Steigung der Cueña les Cabres bekannt ist.
Bergstraßen und Wege am Wasser
Die Route „Bienvenidos al Angliru“ ist eine 74 Kilometer lange Rundstrecke für Rennräder. Beim Aufstieg zum Angliru führt sie über eine Bergstraße. Im Norden der Sierra del Aramo verläuft außerdem eine asphaltierte Piste vom Erholungsgebiet Viapará über den Alto del Angliru in Richtung Gamonal. Die Ruta del Agua führt vom Aramo-Tunnel bis zum Dorf Llamo/Ḷḷamo.
Die Senda fluvial Alberto Suárez Laso ist insgesamt sechs Kilometer lang, im Wesentlichen eben und weist leichte Anstiege und Gefälle auf. Größtenteils verläuft sie an den Ufern der Flüsse Riosa, Code und Llamo zwischen dem Erholungsgebiet Lleron und Felguera.
Texeo und Orientierung im Gelände
Die prähistorischen Minas de Texeo gelten als eine der ältesten Bergwerksanlagen Europas. Vom Mirador de Texeo bietet sich ein Panoramablick auf die Umgebung; direkt daneben liegt ein Erholungsgebiet mit Bänken und Tischen. Die Texeo-Route ist jedoch nicht ausgeschildert und erfordert körperliche Fitness sowie Orientierungssicherheit. In der Nähe der archäologischen Fundstätte ist besondere Vorsicht nötig. Auch die Route über den Pico La Xistra ist nicht ausgeschildert, verfügt über keine Wasserquellen und setzt Bergerfahrung voraus. Am Ortseingang von Llamo/Ḷḷamo kann man parken; neben der Quelle befinden sich die ersten Wegweiser der Texeo-Route.
Kapellen und bauliche Zeugnisse
Mehrere kleine Bauwerke geben dem Aufenthalt eine historische Seite. Die Capilla de la Virgen de las Nieves in Llamo stammt aus dem 17. Jahrhundert und enthält Wandmalereien mit floralen Motiven, Vögeln und Szenen des Kreuzwegs. Im Valle de la Xuncar ist die Casa de Félix ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und gilt als eines der ältesten im Gemeindegebiet von Riosa. Ebenfalls dort wurde die Capilla de San José im Jahr 1713 erbaut; sie beherbergt einen Altaraufsatz mit Darstellungen der Jungfrau Maria, des heiligen Antonius sowie des heiligen Josef mit dem Jesuskind.
Die Capilla del Espíritu Santo wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet und ist gut erhalten. Die Casa de los Muñiz entstand im 17. Jahrhundert und wurde mehrfach umgebaut. In Rioseco, einem Bergarbeiterdorf, bewahrt Riosa sichtbare Überreste von Kupferminen. Riosa gehört zu den Orten, die in der asturischen Annäherung an die Kulturroute Ruta Vía de la Plata aufgeführt sind.
Weitere Orientierung in der Ortsnavigation: Riosa.
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