Villaviciosa: Küste, Kultur und Wege an der Ría
Villaviciosa verbindet Küstenlandschaft, geschützte Natur und historische Orte mit abwechslungsreichen Wegen. Die Ría de Villaviciosa erstreckt sich vom Gebiet nahe Tazones zwischen den Stränden El Puntal und Rodiles bis ins Zentrum von Villaviciosa. Als offiziell geschütztes Vogelschutzgebiet umfasst sie 1.500 Hektar. Wer bei der Reiseplanung Meer, Landschaft und Kultur miteinander verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Playa de Rodiles und die Küste
Die Playa de Rodiles verfügt über einen ausgedehnten, schattigen Baumbereich mit Tischen und Bänken sowie über zugängliche Wege. Wegen ihrer berühmten linken Welle eignet sie sich besonders zum Surfen. Ergänzend gehören die Playa de la Ñora, die Playa Centollera und die Playa Amandi zum weiteren regionalen Umfeld von Villaviciosa. So lässt sich der Küstenaspekt mit Ausflügen zu mehreren Stränden verbinden, ohne die übrigen Landschafts- und Kulturthemen des Reiseziels aus dem Blick zu verlieren.
Ausgeschilderte Wege und Rundwanderungen
Die Ruta de Carlos V, auch PR-AS 302, verläuft über 11 Kilometer zwischen Tazones und Villaviciosa. Sie beginnt in Tazones und endet am Palacio de los Hevia in Villaviciosa. Auf einem ausgeschilderten Weg verbindet die Route Marschland, Wasserfälle, vorromanische Kirchen und Dörfer. Damit führt sie verschiedene Landschafts- und Kulturmotive in einer Strecke zusammen.
Die Ruta de los Molinos del río Profundo ist eine 15,57 Kilometer lange Rundwanderung mittleren Schwierigkeitsgrades. Sie führt zum Wasserfall Molín de La Peña und zum Dorf Buslaz und ist von alten Wassermühlen sowie mythologischen Holzfiguren gesäumt. Die Route bietet dadurch eine eigenständige Verbindung aus Wasser, ländlicher Umgebung und asturischen Erzählmotiven.
Vorromanische Kirchen und Geschichte
Die Kirche San Salvador in Valdediós ist ein asturisches vorromanisches Bauwerk, das im Jahr 893 geweiht wurde. Auch die Kirche San Juan de Amandi reicht laut dokumentarischen Nachrichten in vorromanische Zeit zurück; stilistisch gehört sie zur barocken Phase der asturischen Romanik und weist gotisierende Elemente auf. In Tazones sind die Viertel San Miguel und San Roque als historisch-künstlerisches Ensemble ausgewiesen.
Eine weitere historische Verbindung führt zur Casa de los Hevia in Villaviciosa: Dort hielt sich Prinz Karl von Gent vom 19. September bis zum 23. September 1517 auf, nachdem er im Hafen von Tazones gelandet war. Tazones ist über die A-8 sowie die Straßen N-632, AS-256 und VV-5 erreichbar. Die im Hafen ankommenden Fänge werden in der dortigen Fischauktionshalle versteigert.
Dinosaurierspuren und Museen im Umfeld
Das Naturdenkmal Yacimientos de Icnitas umfasst Fundstellen mit Dinosaurierspuren an mehreren Küstenabschnitten zwischen Villaviciosa, Colunga und Ribadesella. Die asturischen Fundstellen von Dinosaurierspuren gehören zu den bedeutendsten jurassischen Fundstätten Spaniens. Das Museo del Jurasico de Asturias und das Museo de la Sidra befinden sich in der Umgebung von Villaviciosa. Im weiteren regionalen Umfeld liegen außerdem das LABoral Centro de Arte y Creación Industrial sowie das Museo Asturias Si Yo Pudiera. Der Mirador del Fitu ist dort ebenfalls als Aussichtspunkt vertreten.
Für eine Reise mit unterschiedlichen Schwerpunkten lassen sich damit die Ría, die Strände, historische Bauwerke, Museen und ausgeschilderte Wege in Villaviciosa gedanklich zu verschiedenen Tagesplänen verbinden. Die Natur- und Kulturthemen reichen dabei von der geschützten Ría bis zu den Küstenfundstellen und den Orten entlang der Routen.
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