Degaña: Natur, Bergbaugeschichte und Wege durch das Kantabrische Gebirge
Gebirgslandschaft und Aussicht
Degaña ist von hohen Gebirgszügen und grünen Tälern geprägt, die ein für das Kantabrische Gebirge typisches Ökosystem bilden. Der Naturpark Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias nimmt praktisch das gesamte Gebiet von Degaña ein. In diesem Naturraum gibt es Eichenwälder, Birken, Eiben und Stechpalmen; zugleich bietet das Gebiet Lebensräume für bedrohte Braunbären, Wildkatzen und Auerhühner. Puerto Cerredo ist ein Erholungsgebiet auf einer alpinen Wiese nahe Cerredo in Degaña. Auf 1.341 m Höhe bietet es den Blick auf Peña Mayor und das Tal des Flusses Cerredo. Vom Mirador del Alto del Capillo bietet sich der Blick auf eines der schönsten Täler Asturiens glazialen Ursprungs.
Kultur zwischen Kirche und Bergbau
In Degaña ist die Iglesia de Santiago aus dem 14. Jahrhundert erhalten. In Zarréu, Degaña, ist die Iglesia de Santa María de Cerredo als BIC-Monument ausgewiesen; sie wird hauptsächlich in die Zeit vom 14. bis zum 18. Jahrhundert datiert. Zarréu ist ein Bergbauort mit industriellen archäologischen Überresten. In El Rebol.lar sind Reste eines römischen Goldbergbaubetriebs zu sehen. Im Gebiet um El Corralín befinden sich die wichtigsten römischen Goldabbau- und zugehörigen Wallburgensiedlungsreste innerhalb des geschützten Gebiets.
Casa Florencio ist ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert in Zarréu mit einem schiefergedeckten Hórreo und einer Kapelle auf demselben Anwesen. Es bewahrt einen traditionellen zweigeschossigen Grundriss in L-Form rund um einen gepflasterten Innenhof; die Kapelle hat ein polychromes barockes Altarretabel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Casa Florencio beherbergt außerdem das städtische Tourismusbüro von Degaña und die Ausstellung SEPTIMIVS NERVA. Im El Rincón Cunqueiru in Trabáu kann eine weiterhin aktive Werkstatt der Cunqueiru-Holzhandwerkstradition besichtigt werden.
Wege durch Natur- und Industriegeschichte
Die beschriebenen Wege führen zu Seen, durch Ortschaften sowie zu industriellen und bergbaulichen Überresten. Zur Laguna de Changreiro führt ab Cerredo ein mittelschwerer Aufstieg über 3,87 km einfache Strecke; er dauert etwa 1 Stunde und 40 Minuten. Die Route beginnt an der Iglesia de Santa María de Cerredo und führt an traditionellen Elementen der Landnutzung wie Cortines, Corripas und Carriles vorbei. Die Route Por Donde Camina el Oso führt innerhalb von Degaña durch Tablado, Trabáu und Degaña. Die Route Paisaje minero e industrial de Cerredo beginnt in Cerredo, ist 9,08 km lang, mittelschwer und linear und bietet zwei Abzweigungen zur Interpretation industrieller und bergbaulicher Überreste. Von Fonduveigas führt die Wanderung Robledal y laguna de Brañolina durch Wald und Heide bis zum Sattel der Lagune von Brañolina. Die Hin- und Rückstrecke ist 13,8 km lang, dauert etwa 5 Stunden, weist 936 m Aufstieg auf und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad.
Ausflüge im weiteren Umfeld
Im weiteren regionalen Umfeld von Degaña liegen drei Museen: das Museo del Vino, das Wine Museum of Cangas del Narcea und das Centro de Recepción de Visitantes Alejandro Casona. Ebenfalls in diesem weiteren regionalen Umfeld befinden sich die Berge Peña Rubia, Valdeiglesias und Alto de Cuíña sowie der Gipfel Mustallar. Wer sich von Süden nähert, gelangt über die AS-15 nach Degaña.
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