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Alfambra – Wandmalereien, Festung und Pilgerwege

Unterkünfte in Alfambra

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Perales del Alfambra 02.jpg File:Perales del Alfambra 02.jpg Foto: Millars via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur, Landschaft und sichtbare Geschichte

Alfambra verbindet die durch den namensgebenden Fluss geprägte offene Vega mit konkreten Zeugnissen religiöser, militärischer und lokaler Geschichte. Die Ermita de Santa Ana liegt 7 Kilometer östlich von Alfambra an der Straße nach Santa Eulalia. Bei einer Restaurierung wurden dort drei teilweise erhaltene Wandmalereiszenen aus dem 15. Jahrhundert entdeckt.

Die Wandmalereien zeigen ein Letztes Abendmahl, den heiligen Georg beim Lanzenstich gegen den Drachen sowie eine als auferstandener Christus interpretierte Szene mit einer kleineren Figur, die als Stifter identifiziert wird. Zur Tradition der Ermita gehört außerdem eine Wallfahrt: Die Einwohner von Alfambra unternehmen sie am Samstag, der dem 13. Juni am nächsten liegt. So treffen in Santa Ana bildliche Zeugnisse und ein jährlich wiederkehrender lokaler Brauch zusammen.

Kirche, Burg und Frontgeschichte

Ein weiteres architektonisches Zeugnis ist die Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora. Die einschiffige Kirche besitzt vier Joche und einen Chor sowie ein Tonnengewölbe mit Lünetten und Serliana-Kassetten. Ihre Bauform ergänzt die religiöse Geschichte Alfambras um ein klar ablesbares Raum- und Gewölbekonzept.

Militärhistorische Spuren finden sich im Bereich der Trincheras de Alfambra. Dort sind Trockensteinparapette, Schützengräben und kleinere Stellungen auf Kalksteinsockeln erhalten; am Berg El Capón liegt ein über 1.000 Meter langes Grabensystem. Der Besuch verbindet die Vermittlung der militärhistorischen Bedeutung des Ortes mit einem Gang durch die offene Landschaft, in der die Spuren der Front erhalten sind. Beim Castillo de Alfambra sind außerdem eine alte Zisterne und weitere Überreste der früheren Festung erhalten, die Einblicke in das Leben rund um die Befestigung geben. Eine Augmented-Reality-Anwendung macht die Geschichte des Castillo sichtbar und ermöglicht es Besuchern, die Festung mit einem mobilen Gerät zu erkunden.

Unterwegs zwischen Vega und Pilgerweg

Eine besondere Beobachtung bietet die Reloj Analemático de Alfambra, eine interaktive Sonnenuhr im Freien. Dabei dient der Besucher selbst als Schattenzeiger: Die Position des Schattens zeigt die Uhrzeit auf der am Boden eingezeichneten Zeitskala an. Der historische Pilgerweg Camino de la Vera Cruz führt durch die Provinz Teruel und verbindet dort unter anderem Alfambra mit weiteren Orten von historischer Bedeutung. Er kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad begangen beziehungsweise befahren werden; die Etappen lassen sich an das Tempo der Reisenden anpassen.

Auch der Sendero de los Alcamines verbindet Bewegung mit Naturbeobachtung. Er führt durch die als Besonderes Vogelschutzgebiet ausgewiesene Landschaft der Los Llanos de la Zepa sowie an den Geierkolonien der Peña Amarilla entlang. Die Subida a la Encomienda ist eine Feier in Alfambra, die lokale Tradition, Landschaft und die historische Identität des Ortes verbindet. Sie führt in den Bereich der Encomienda und bietet Bewohnern und Besuchern ein gemeinsames Wandererlebnis mit Landschaftsbezug.

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