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Valdealgorfa zwischen Kirchen, Landschaft und Vía Verde

Unterkünfte in Valdealgorfa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Valdealgorfa, Teruel, Bajo Aragón.jpg File:Valdealgorfa, Teruel, Bajo Aragón.jpg Foto: Angela Llop via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Kultur zwischen Kirche und Eiskeller

Valdealgorfa verbindet Oliven- und Mandelhaine, Getreidefelder, mediterrane Buschvegetation und Aleppo-Kiefern mit einer bemerkenswerten Dichte an historischen Bauwerken. Die Iglesia de la Natividad de Nuestra Señora besitzt eine abgeschlossene Erklärung als Bien de Interés Cultural. Ihr Turm umfasst drei oktogonale Ziegelgeschosse und verbindet klassische Motive mit Elementen der mudéjaren Tradition. Die Iglesia Parroquial de la Natividad de Nuestra Señora wurde im Barockstil errichtet; die Bauarbeiten begannen 1702, der Turm wurde 1743 fertiggestellt.

Ein eigenständiges Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Nevera de Valdealgorfa, ein unterirdischer Eiskeller aus dem späten 17. Jahrhundert. Seine Gewölbekammer ist mit einer Breite von 8,4 Metern vollständig erhalten. Die restaurierte Anlage gilt als zugänglich und besichtigbar. Ebenfalls zur historischen Architektur gehört die Ermita de Santa Bárbara: Der rechteckige, einschiffige Bau besitzt ein Portal aus Quaderstein, das von drei Rundbögen getragen wird. Die Kapelle wurde 1686 beschlossen und 1689 fertiggestellt; sie steht auf einem hohen Hügel und bietet ein Panorama.

Die Kirche des Convento de Santa Clara bewahrt Fresken aus dem 18. Jahrhundert. Dargestellt sind die Stigmatisation des heiligen Franziskus, die Vertreibung der Mauren durch die heilige Klara und die Erscheinung Christi vor der heiligen Margareta. Die Capilla del Buen Suceso wurde nach dem Brand ihres ursprünglichen Gebäudes im Jahr 1840 Ende des 19. Jahrhunderts wiederaufgebaut; der ursprüngliche Bau aus dem 18. Jahrhundert war 1768 fertiggestellt worden. Valdealgorfa bewahrt außerdem das Portal de Alcañiz und das Portal de San Roque, über dem im 17. Jahrhundert eine dem Heiligen gewidmete Kapelle errichtet wurde. Der Pozo de la Cadena ist eine historische Wasseranlage mit steinernem Brunnenkranz und einer Quelle, die über einen breiten Abstieg erreichbar ist.

Routen durch Terrassen und Wälder

Der Abschnitt des Camino Natural Vía Verde Val de Zafán beginnt am Bahnhof von Valdealgorfa, der mit einem eingerichteten Picknickbereich als Ausgangspunkt für die Route dient. Die Route Meridiano 0 folgt dem alten Weg nach Valjunquera und führt an traditionellen Trockenmauern, Mandel- und Olivenfeldern sowie mediterraner Vegetation vorbei. Ein 7,5 Kilometer langer Weg verläuft durch landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich geprägte Landschaften zur Ermita de Santa Bárbara; ein weiterer Weg führt durch Kiefernwälder sowie Mandel- und Olivenfelder. Eine Route folgt außerdem einem Abschnitt der Vía Verde Val de Zafán bis zum ehemaligen Bahnhof von Valdealgorfa.

Der mehr als zwei Kilometer lange Túnel del Equinoccio besitzt bei geeigneter Wetterlage während der Frühlings- und Herbsttagundnachtgleichen ein besonderes Lichtphänomen: Sonnenstrahlen können ihn von einem Ende zum anderen durchqueren. Wegen fehlender Beleuchtung und teilweise eingestürzter Abschnitte soll der Tunnel jedoch nicht durchquert werden. Der ausgeschilderte Alternativweg um den Tunnel ist etwa sechs Kilometer lang und verläuft zwischen Oliven- und Mandelterrassen, durch kleine Senken und an künstlichen Viehtränken vorbei.

Traditionen und regionale Einblicke

In Valdealgorfa wird seit dem späten 19. Jahrhundert die Tradition des San-Antón-Feuers gepflegt. Am Montag nach den Kommunionen findet anlässlich der Pascua Granada eine Wallfahrt zur auf einem Hügel gelegenen Ermita de Santa Bárbara statt. Nuestra Señora de la Natividad und San Fortunato sind die Schutzpatrone von Valdealgorfa; ihnen sind der 8. und 9. als Festtage zugeordnet. Auch die Backwaren des Ortes genießen einen guten Ruf, und zwei Holzöfen arbeiten dort nach traditionell-handwerklicher Art.

Das Centro Expositivo Pardo Sastrón umfasst einen botanischen Garten mit etwa 38 von Pardo Sastrón katalogisierten Pflanzenarten aus der Region. Der Ausstellungsbereich Espacio de Indumentaria zeigt die Geschichte der traditionellen Kleidung im historischen Bajo Aragón vom 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Weitere Orte zur Reiseplanung: Monterde de Albarracín, Sarrión, Moscardón, Bronchales, La Iglesuela Del Cid, La Cerollera, Valacloche, Rubiales.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teruel.

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