Alloza: Kultur, Landschaft und Wege im Aragón
Unterkünfte in Alloza
Alloza zwischen Olivenhainen und Kulturerbe
Alloza liegt auf einer kleinen Anhöhe in einer von Olivenbäumen geprägten Senke. Im Ort verbindet sich diese Landschaft mit bemerkenswerter Baukultur. Die Iglesia de la Concepción ist eine Kirche mit drei Schiffen, vier Jochen und rechteckigem Chorhaupt. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1550 und 1600 errichtet und gehört damit zu den historischen Fixpunkten des Ortsbildes.
Ein weiteres charakteristisches Bauwerk ist die Nevera de Alloza, ein Schneebrunnen aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist etwa 9 Meter tief und am Ansatz der Kuppel etwa 8 Meter breit. Die Nevera de Alloza gilt als eines der besten Beispiele dieser Bauwerksart im Bajo Aragón. Auch der Calvario de Alloza steht für die religiöse und historische Prägung des Ortes: Er gilt als einer der ältesten Kalvarienberge Aragoniens.
Kirchen, iberische Kultur und Kunst im Freiraum
Auf dem Calvario de Alloza befindet sich die Eremitage beziehungsweise Kirche Santo Sepulcro aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Kapelle besitzt an Boden und Sockelzone eine im Jahr 1788 ausgeführte Fliesendekoration. Der Weg dorthin wird von mehr als 200 Zypressen gesäumt; bei einigen wird das Alter auf über 500 Jahre geschätzt. So verbindet sich der Aufstieg mit einer auffälligen Folge alter Bäume und einem weiteren historischen Ziel.
Das Centro de Interpretación El Castelillo zeigt in mehreren Vitrinen eine interessante Sammlung von Reproduktionen von Fundstücken aus der nahe gelegenen Fundstätte El Castelillo. Es vermittelt einen umfassenden Einblick in die iberische Kultur und Epoche, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den künstlerischen Erzeugnissen liegt. Das Zentrum liegt an der Straße, die durch Alloza in Richtung Oliete führt. Ergänzend dazu ist der Parque Escultórico Los Barrancos ein vollständig in die Natur integrierter Kulturraum, der Werke anerkannter Bildhauer aufnimmt.
Wanderwege, Wasserlandschaft und Bergbaugeschichte
Von Alloza führt ein als touristischer Wanderweg Aragoniens ausgeschilderter Rundweg über 15 km zum Embalse del Escuriza und zurück. Die Umgebung des Stausees gilt als besonders geeignet zur Beobachtung von Wasservögeln. Eine andere Route verläuft durch den Pinar del Cabezo Galindo und Las Cinglas zum Mirador de Las Cinglas und kehrt anschließend über eine asphaltierte Piste nach Alloza zurück.
Im Pinar del Cabezo Galindo und Las Cinglas dominiert der Aleppo-Kiefer-Wald (Pinus halepensis). Im Unterholz wachsen unter anderem Kermeseichen, Wacholder, Weißdorne, Thymian und Rosmarin; außerdem kommen in dem Gebiet regelmäßig verschiedene Vogelarten vor. Die Ruta de la Minería verbindet Ariño, Alloza und Andorra im als Val de Ariño bekannten Gebiet. Vom Bergbaupark aus werden geführte Besichtigungen des Interpretationsraums „Restauración ecológica de zonas mineras“ organisiert. Dieser liegt zwischen den Gemeinden Andorra und Alloza und umfasst Corta Alloza sowie Corta Barrabasa.
Feste und örtliche Traditionen
Zum Jahreslauf in Alloza gehört am 3. Februar ein Fest zu Ehren des heiligen Blasius. Eine weitere Tradition ist die Wallfahrt zur Eremitage des Calvario am Pfingstsonntag, verbunden mit einem gemeinsamen Bohnengericht. Am 13. und 14. September finden die Feierlichkeiten zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes statt; dazu gehört ein farbenprächtiger Umzug mit Festwagen.
Weitere Ziele in der Umgebung
Wenn Sie neben Alloza weitere Orte derselben übergeordneten Region kennenlernen möchten, führen diese Verbindungen zu Montalbán, La Puebla de Híjar, Villarluengo, La Ginebrosa, Cubla, Cretas, Puig Moreno und Fortanete.
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