Arenas del Rey: Felsformen, Stausee und Geschichte
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Foto: Jebulon via Wikimedia Commons, CC0
Industriegeschichte im Naturpark
In Arenas del Rey beginnt die Orientierung bei La Resinera: Die Anlage war früher eine Harzdestillationsfabrik und wurde zu einer der größten Terpentinproduktionsstätten Spaniens. Der Informationspunkt La Resinera befindet sich in der früheren Kapelle und der früheren Schule des Fabrikgeländes. Der Informationspunkt liegt auf der granadinischen Seite des Naturparks und befindet sich im historischen Fabrikgelände. Zugleich liegt dieser Informationspunkt im Herzen des Naturparks Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama auf dessen granadinischer Seite.
Fels, Fluss und Wasservögel
Die Route de los Tajos de los Bermejales nutzt Hängebrücken, um Abschnitte mit schwierigem Gelände zu überwinden. Entlang des Flusses weist sie durch Erosion geformte Felsformen, Wasserbecken, Wasserfälle und Kaskaden auf. Der Rundweg Pantano de los Bermejales umfasst einen Abschnitt von der Talsperre in Richtung Arenas del Rey. Auf diesem Rundweg lassen sich verschiedene Wasservögel in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Fels, Wasserlauf und Vogelbeobachtung geben den beiden Routen jeweils einen eigenen Schwerpunkt.
Höhlenlandschaft und Río Cebollón
Die Cueva del Linarejo wird als Naturschutzgebiet und touristische Attraktion in Arenas del Rey bezeichnet. Besucher können in der Höhle Formationen aus Stalaktiten und Stalagmiten erkunden. An der Cueva del Linarejo stehen die benannten Stalaktiten- und Stalagmitenformationen im Mittelpunkt. Einen anderen Verlauf nimmt die Route am Río Cebollón: Sie folgt dem Flussbett größtenteils durch das Wasser und führt durch eine nahezu unberührte Naturlandschaft.
Stausee mit Architektur und Wassersport
Am Stausee treten historische Bau- und Landschaftselemente neben die wasserbezogenen Aktivitäten. Das Poblado del Embalse wurde in den 1960er-Jahren neben der Talsperre errichtet und ist ein einzigartiges Beispiel funktionaler, in die Landschaft integrierter Architektur. Die klaren Gewässer am Poblado del Embalse laden zum Schwimmen, Angeln und zu Wassersport ein. Neben dem Stausee steht außerdem ein megalithischer Dolmen, der Stein für Stein versetzt und wiederaufgebaut wurde, damit er nicht im Wasser des Stausees versinkt. Die Nähe zum Wasser erscheint hier sowohl in der funktionalen Architektur des Poblado als auch in der Geschichte des Dolmens.
Religiöse und frühere Siedlungsspuren
Zur Ortsgeschichte gehören auch die Ruinen der früheren Siedlung Arenas del Rey. Sie bewahren die Überreste des Friedhofs und das Fundament ihrer Pfarrkirche San Sebastián. Die Kirche San Sebastián ist ein Basilika-Tempel aus dem späten 19. Jahrhundert. Einen weiteren historischen Akzent setzt die Ermita de San Isidro, die von üppigen Gärten umgeben ist. San Sebastián und San Isidro ergänzen die früheren Siedlungsspuren um zwei benannte religiöse Orte. Damit reicht die historische Spannweite von früherer Siedlung und religiösen Bauwerken bis zu Industriegeschichte und funktionaler Architektur am Stausee.
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