Fornes: Geschichte, Flusslandschaft und lokale Traditionen

Fornes zwischen Geschichte und Flusslandschaft

Fornes liegt am Ende des Bermejales-Stausees; an dessen Ufern befindet sich der Ortsteil La Colonia. Das historische Erbe von Fornes stammt aus den verschiedenen Kulturen, die diese Grenzlandschaft geprägt haben, vor allem aus der muslimischen Kultur.

Fornes hat mittelalterliche Ursprünge und wird im Werk des aus Loja stammenden Geografen Al-Jatib als „Fórnex“ erwähnt. Diese historische Ebene ergänzt La Mesa de Fornes, deren Geschichte weit in die Vorzeit zurückreicht und deren Landschaftsform bis heute einen eigenen Schwerpunkt bildet.

La Mesa de Fornes ist eine 4,5 Hektar große befestigte protohistorische Siedlung, die hauptsächlich zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert v. Chr. bewohnt war. Zugleich ist La Mesa de Fornes ein tischförmiger Zeugenberg, der durch die Flusserosion der Flüsse Cacín, Cebollón und Grande entstanden ist.

Zur historischen Struktur gehört ein komplexes Befestigungssystem mit sechs annähernd rechteckigen Bastionen und einem kleinen, unmittelbar an deren Flanke gelegenen Graben. Die Form der Mesa und die einzelnen Elemente der Befestigung bieten dabei unterschiedliche Ansatzpunkte für die Beobachtung des Geländes.

Wanderwege an Cacín und Cebollón

Der Wanderweg Fornes–La Resinera beginnt in Fornes an der Treppe zur Cruz del Cerrillo. La Mesa de Fornes ist über markierte Wege erreichbar. Nach dem Abstieg von La Mesa de Fornes erreicht der Wanderweg Fornes–La Resinera den Fluss Cacín inmitten von Steineichen- und Valencia-Eichen-Beständen.

Am Cacín und anschließend am Cebollón verläuft der Wanderweg durch Ufervegetation und mediterranes Buschland. In den klaren Gewässern können heimische Flusskrebse und Bachforellen beobachtet werden.

Die Fuente Barranco ist über ländliche Wege ohne Schwierigkeiten erreichbar und bietet Wandernden einen kühlen Rastplatz.

La Resinera und die Geschichte der Nutzung

In der Umgebung von Fornes befinden sich in La Resinera die Überreste der Fábrica Unión Resinera Española. Ein Informationspunkt in La Resinera erläutert, wie die natürlichen Ressourcen der Kiefer industriell genutzt wurden. Der Ort verbindet dadurch sichtbare Überreste mit einer Erklärung zur wirtschaftlichen Nutzung der umliegenden Kiefernlandschaft.

Feste mit eigener regionaler Prägung

Die Volksfeste von Fornes finden jedes Jahr um den 19. März zu Ehren des örtlichen Schutzpatrons San José statt. Einen anderen festen Termin im Jahreslauf markieren die traditionellen Candelarias: Sie werden in der Nacht vor dem 2. Februar gefeiert und umfassen das Mancheo, bei dem Fackeln aus Espartogras zu Feuerkreisen geschwenkt werden.

Auch die Romería de Santiago ist mit einem klar bestimmten Zeitpunkt verbunden. Sie findet am Samstag statt, der dem 25. Juli am nächsten liegt; dabei fahren geschmückte Festwagen zum Fluss. Die drei Traditionen setzen unterschiedliche Akzente zwischen Schutzpatron, nächtlichem Feuerbrauch und einer Fahrt in Richtung Fluss.

Örtliche Küche in Fornes

Zu den kulinarischen Traditionen von Fornes gehören handwerklich hergestellte Würste und Käse; Honig und Olivenöl werden in der örtlichen Küche vielfach verwendet. Plato alpujarreño, ajo blanco und habas con jamón gehören zur lokalen Küche von Fornes. Restaurants und Bars bieten Besuchern Einblicke in die örtliche Küche, sodass sich die regionalen Produkte und Gerichte als eigener Teil des Ortscharakters wahrnehmen lassen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arenas Del Rey.

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