Cúllar: Geschichte, Geologie und Wege im Hochland

File:Cúllar, cantera de extracción de Yeso.jpg File:Cúllar, cantera de extracción de Yeso.jpg Foto: Pepe Serrano via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Cúllar verbindet Geschichte und Landschaft auf eine Weise, die Sie sowohl für kulturelle Entdeckungen als auch für geologische Themen interessieren kann. Zwischen der Torre Alabí, der Iglesia de Santa María de la Anunciación, der Fuente de la Kaicuta und der Route Cúllar Historical and Geological entstehen unterschiedliche Zugänge zum Ort. Wer beim Reisen gern Baugeschichte mit Landschaftsbeobachtung verbindet, findet hier konkrete Themen statt einer austauschbaren Ortskulisse.

Historische Spuren an der Torre Alabí

Die Torre Alabí trägt auch die Bezeichnungen Torre del Alabí und Torre del Cerro de la Ermita. Sie wurde im 11. Jahrhundert errichtet und war Teil einer ehemaligen muslimischen Alquería. Die Bauzeit und die ehemalige Zugehörigkeit geben dem Besuch einen deutlich geschichtlichen Schwerpunkt.

Zugang und Barrierefreiheit

Für den Zugang zum Inneren der Torre Alabí ist eine vorherige Terminvereinbarung mit dem Rathaus erforderlich. Der Außenbereich ist für Rollstuhlnutzer zugänglich, das Innere ist nicht barrierefrei angepasst. Diese Unterscheidung gehört zu den wichtigen praktischen Punkten für Ihre Planung: Der äußere Bereich und der Innenraum bieten nicht dieselben Voraussetzungen.

Route durch Wüstenlandschaft und Geologie

Die Route Cúllar Historical and Geological ist als PR-A 382 homologiert, führt durch Cúllar und ist durch eine Wüstenlandschaft geprägt. Sie stellt die Sismitas de Cúllar vor, Sedimentschichten, die durch frühere Erdbeben deformiert und in den Gesteinsmaterialien des Geoparks von Granada erhalten sind. Die Sismitas bewahren außerdem Sedimente eines ehemaligen Sees, in denen mehrere Erdbeben fossilisiert sind. Damit führt die Route nicht nur durch eine besondere Landschaft, sondern auch zu geologischen Spuren, an denen sich Veränderungen in den Gesteinen nachvollziehen lassen. Zur Route gehört der Mirador Estelar de Cúllar, ein für die Beobachtung des Nachthimmels ausgestatteter Aussichtspunkt im granadinischen Hochland.

Die Fuente de la Kaicuta

Die Fuente de la Kaicuta ist ein Brunnen mit sechs Ausläufen, der der muslimischen Epoche zugeschrieben wird. Historisch versorgte sie die Einwohner von Cúllar mit Trinkwasser. Heute dient sie als lokaler Treffpunkt und Erholungsbereich. Für die Orientierung vor Ort ist sie am Ortsausgang von Cúllar durch ein Schild am Straßenrand ausgeschildert.

Renaissancebau mit älterem Fundament

Die Iglesia de Santa María de la Anunciación wurde 1535 über einer früheren Moschee errichtet. Der Renaissancebau besteht aus drei Baukörpern und besitzt einen Glockenturm. Für kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher eröffnet die Kirche damit einen weiteren konkreten Zugang zur Baugeschichte von Cúllar: Ihre heutige Gestalt steht über einem früheren religiösen Bau und verbindet diese ältere Vorgeschichte mit der Architektur der Renaissance.

Weitere Orte für Ihre Spanienplanung: Puerto Lope, Cijuela, Lentegí, Granada, Huétor Tájar, Dólar, Cástaras und Orce.

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