Válor zwischen Sierra Nevada und maurischer Geschichte
Válor vereint den Sendero del Agua im geschützten Gebiet Sierra Nevada mit historischen Bauwerken, mittelalterlichen Spuren und Festen. Der Sendero del Agua ist eng mit historischen Bewässerungskanälen, Quellen und Waschplätzen verbunden.
Wandern und Natur
Die Route F verbindet Válor mit der Fuente de Las Primeras Aguas. Die Route F Válor–Fuente de Las Primeras Aguas beginnt nahe dem Zentrum von Válor. Der GR-7-Abschnitt Válor–Nechite ist ein etwa 1,5 Kilometer langer Wanderweg und folgt dem Dienstweg der Acequia del Lunes.
Zur Landschaft gehören markante Höhen und Flussläufe. Der Alto de San Juan ist ein 2.788 Meter hoher Gipfel an der nördlichen Gemeindegrenze von Válor. Der Río Nechite entspringt in der Sierra Nevada; an den mittleren Hängen finden sich Steineichenbestände sowie Ufervegetation. Der Río Válor fließt von den örtlichen Gipfeln der Sierra Nevada durch teilweise von Felsabbrüchen eingefasste, steile Abschnitte. Seine Galerievegetation besteht vor allem aus Weiden und Pappeln.
Auch einzelne Naturdenkmäler und Aussichtspunkte prägen das Bild. Die Castaño de la Cebadilla ist eine mehr als 200 Jahre alte Kastanie, die auf einem Felsen steht, am rechten Ufer des Río Válor wächst und zu den größten Exemplaren der Gemeinde gehört. Der Mirador de La Jarea besteht aus zwei terrassenförmig angeordneten Tennen und bietet Ausblicke auf weite Teile der Sierras de la Contraviesa, Gádor und Nevada.
Geschichte und Baukultur
Die Casa de Abén Humeya stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehörte Fernando de Córdoba y Válor, bekannt als Abén Humeya, dem ersten Anführer der Moriskenrebellion in La Alpujarra von 1568 bis 1570. Die Iglesia de Válor wurde ursprünglich Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet und bewahrt den ältesten Camarín in La Alpujarra.
Im Ortsbild und im näheren historischen Umfeld finden sich weitere Zeugnisse verschiedener Epochen. Der Vía Crucis de Válor besteht aus schmiedeeisernen Kreuzen an den Fassaden verschiedener Häuser und gehört zu den wenigen Kreuzwegen der Comarca, die noch ursprüngliche Elemente bewahren. Castillejo de Válor bewahrt die Mauerreste einer befestigten Siedlung aus der frühen islamischen Zeit, die vom 9. bis zum 11. Jahrhundert bewohnt war. Das Barrio de Cantarranas ist ein mittelalterliches Viertel aus dem 10. bis 15. Jahrhundert und bewahrt Merkmale der mittelalterlichen muslimischen Architektur der Comarca, darunter Vorhallen, Tinaos und Adarves.
Die Ermita de la Virgen de Lourdes liegt im Ortskern von Válor; an ihrer Südseite ist ein kleiner Friedhof angebaut. Tajo de las Ventanas ist eine mittelalterliche Gruppe von in den Felsen gehauenen Höhlen, die mit der darüber gelegenen ehemaligen Burg verbunden ist. Möglicherweise dienten die Höhlen zur Lagerung von Getreide.
Die Puente de la Tableta ist eine maurische Ziegelsteinbrücke aus rötlichen Ziegeln mit einer einzigen, leicht spitzbogigen Öffnung und liegt am GR-7-Abschnitt zwischen Válor und Yegen. Sie ist von der Westseite von Válor oder von der Ermita de la Virgen de Lourdes aus erreichbar.
Weitere Ortsseiten: La Ermita, Melegís, Jayena, Zafarraya, Benamaurel, Pórtugos, Villamena und Pinos Del Valle.
Feste und Bräuche
In Válor findet am 15. September eine Aufführung von Moros y Cristianos statt, die auf dem Aufstand der granadinischen Morisken Ende 1568 beruht. Beim Baile de las Ánimas ziehen am 25. Dezember Menschen mit ihren Instrumenten durch die Straßen und sammeln Spenden für die Patronatsfeste. An der Fuente de Cuesta Viñas feiern Menschen aus Yegen und Válor am 25. Juli und am 15. August Volksfeste.
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