Pinos Puente: Archäologie, Kultur und Wege

File:Caserío de la Jeroma (Pinos Puente, Granada).jpg File:Caserío de la Jeroma (Pinos Puente, Granada).jpg Foto: Lopezsuarez via Wikimedia Commons, CC0

Archäologie und Baugeschichte

Pinos Puente in der Provinz Granada zeigt seinen Charakter nicht über eine einzige Sehenswürdigkeit, sondern über eine Folge von archäologischen, historischen und technischen Orten. Im Gemeindegebiet liegt der Cerro de los Infantes, eine archäologische Zone, die als Bien de Interés Cultural ausgewiesen ist. Die Puente Califal ist als kalifale Brücke aus dem 9. Jahrhundert eingestuft und seit 1922 ein Bien de Interés Cultural. Sie wird von einer der Virgen de las Angustias gewidmeten Kapelle gekrönt, die vor Ort den Namen „La casica de la Virgen“ trägt und ein Gewölbe im Mudéjar-Stil besitzt.

Spuren von der Kupferzeit bis zur Straßenbahn

Das Centro de Interpretación de la Ruta Colombina ist in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert untergebracht und dient als Touristeninformationszentrum und Museum. Einen deutlich älteren zeitlichen Horizont repräsentiert Peñón de Zujaira: Die archäologische Fundstätte besitzt künstlich in den Fels gehauene Höhlen, die eine Nekropole aus der Kupferzeit bilden. Ebenfalls zur Kulturgeschichte gehören die iberischen Reliefs namens „Los Caballicos“. Sie stellen Pferde dar, die mit einer von der iberischen Bevölkerung verehrten Gottheit verbunden sind, und wurden restauriert.

Wasser, Technik und Wege

Die Media Luna de Pinos bringt eine technische Perspektive in das Ortsbild. Sie ist ein ingenieurtechnisches, halbmondförmiges Wehr, das das Wasser des Río Cubillas staut und reguliert. Einen anderen historischen Bezug bewahrt der Parque Municipal de Tranvías. Er befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofs; im Boden sind dort noch die Straßenbahnschienen erhalten. Beide Orte machen technische Infrastruktur zum sichtbaren Bestandteil der Geschichte von Pinos Puente, ohne dass der Blick allein auf sakrale oder archäologische Bauwerke beschränkt bleibt.

Routen mit unterschiedlichem Rhythmus

In der Umgebung von Pinos Puente verläuft ein Abschnitt des Camino Mozárabe in Richtung Camino de Santiago. Dazu kommt die Ruta del Agua, eine Route mit geringer Intensität, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder zu Pferd absolviert werden kann. Ihre Dauer beträgt ungefähr 40 Minuten. Die Ruta Arqueológica ist eine Route mittlerer Dauer von ungefähr einer Stunde. Die ungefähren Zeitangaben geben beiden Routen einen klaren zeitlichen Rahmen, ohne ihre Inhalte miteinander zu vermischen.

Feria und konkreter Wegbezug

Die Feria in Pinos Puente hat ihren Ursprung in früheren Viehmärkten, die einst im September stattfanden. Sie umfasst fünf Tage mit Aktivitäten, Ausstellungen, einer Wallfahrt mit Wagenwettbewerb, Musikkonzerten, Theateraufführungen, Kunstausstellungen und Spielen. Zum Camino Mozárabe gehört außerdem das Albergue Refugio Municipal del Camino Mozárabe in der Calle Vereda La Alameda 1, 18240 Pinos Puente. Zusammen mit dem Abschnitt in Richtung Camino de Santiago erhält der Ortsbezug dadurch eine klar benannte Verbindung zu einem historischen Pilgerweg.

Valderrubio ergänzt den Blick auf die Orte in der Umgebung von Pinos Puente: Valderrubio.

Pinos Puente liegt in der Provinz Granada.

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