Roda de Eresma: Geschichte am Fluss Eresma

File:Roda de Eresma desde la A-601.jpg File:Roda de Eresma desde la A-601.jpg Foto: Arturo Francisco Barbero via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Römische und prähistorische Spuren

Roda de Eresma liegt im Tal des Flusses Eresma und besitzt einen ungewöhnlich weit zurückreichenden historischen Horizont. Die Existenz der Gemeinde ist seit prähistorischer Zeit belegt. In der Nähe des Ortskerns liegen mehrere Überreste prähistorischer Siedlungen aus verschiedenen Epochen. Damit begegnen Ihnen rund um den Ort nicht nur einzelne Bauwerke, sondern Spuren sehr unterschiedlicher Zeiten und Lebenswelten.

Bei Roda de Eresma gibt es eine spätantike römische Nekropole aus dem 4. und 5. Jahrhundert n. Chr. Neben der römischen Brücke liegt eine römische Nekropole, die vom Archäologen Antonio Molinero ausgegraben wurde. In dieser römischen Nekropole wurden mehrere Glasgefäße gefunden. Darunter befand sich mindestens ein Gefäß, das über den Getreidehandel aus dem Rheinland eingeführt worden war. Der Fund verweist auf Handelsbeziehungen, ohne den archäologischen Ort auf eine einzige Epoche zu begrenzen.

Kirche, Brücke und archäologische Route

Die Kirche Nuestra Señora de la Asunción hat romanische Ursprünge. Als Pfarrkirche steht Nuestra Señora de la Asunción auf einer kleinen Anhöhe am Ufer des Flusses Eresma südlich der Siedlung. Die Puente Canto stammt aus dem 3. Jahrhundert und führt über den Arroyo Medel. Kirche und Brücke stehen damit für zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte im Umfeld von Roda de Eresma.

Die archäologische Route hebt die Grabstele von Sabina hervor. Außerdem hebt die archäologische Route ein rechteckig-prismatisches Altarteil hervor, das mit dem Fortbestehen indigener Traditionen in Verbindung gebracht wird. Die Grabstele von Sabina und das rechteckig-prismatische Altarteil werden im Provinzialmuseum von Segovia ausgestellt.

Für eine Reiseplanung mit kulturellem Schwerpunkt bietet Roda de Eresma dadurch mehrere klar unterscheidbare Themen: prähistorische Siedlungsreste nahe dem Ortskern, römische Zeugnisse bei Brücke und Nekropole, die romanischen Ursprünge der Kirche sowie einzelne archäologische Objekte mit regionalem und überregionalem Bezug. Die Themen lassen sich in ruhigem Tempo als Ortsgeschichte lesen, ohne dass Roda de Eresma auf ein einzelnes Denkmal reduziert werden muss.

Flusslandschaft und Ortsname

Die Fuente Vieja liegt außerhalb von Roda de Eresma, nicht weit vom Ort entfernt, in einem als Erholungsbereich eingerichteten Gebiet. Der Fluss Eresma gibt dem Ort seit dem 19. Jahrhundert seinen Namen; zuvor hieß der Ort nur Roda. Die heutige Bezeichnung bewahrt damit eine konkrete Verbindung zwischen Siedlung und Flusstal.

Der Ort Roda wird erstmals in einem kirchlichen Dokument vom 1. Juni 1247 urkundlich erwähnt. Neben dieser mittelalterlichen Erwähnung reicht die belegte Existenz der Gemeinde bis in prähistorische Zeit zurück. Die Geschichte von Roda de Eresma reicht damit von prähistorischen Siedlungsresten über römische Zeugnisse und die schriftliche Nennung im Jahr 1247 bis zur Namensentwicklung seit dem 19. Jahrhundert.

Tradition im Festkalender

In Roda de Eresma wird eine eng mit dem ländlichen Festkalender der Provinz Segovia verbundene Tradition lebendig gehalten. Das Fest San Antonio de Padua beginnt am Freitag mit einem traditionellen Tanz zu Dulzaina-Musik. Der Festbeginn setzt damit einen eigenen kulturellen Akzent neben den archäologischen und baulichen Zeugnissen des Ortes.

Als ergänzende Ziele innerhalb desselben übergeordneten Reisezusammenhangs finden Sie Riaza, Duruelo, Carrascal Del Río, Valseca, Nava De La Asunción, Ortigosa Del Monte, Bernuy de Porreros und Villacorta.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.

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