Carrascal Del Río – zwischen Schluchten, Geschichte und Wegen
File:Hoces del Rio Duratón. Ermita de San Frutos (Carrascal del Río).jpg
Foto: @juanjo.ciru via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Fast ein Drittel der Fläche von Carrascal Del Río gehört zum Naturpark Hoces del Río Duratón. Westlich des Ortes liegen Kiefernwälder, östlich befinden sich Schluchten, Buschland und Steineichen. In den Felswänden der Hoces del Río Duratón brüten fast 768 Paare von Gänsegeiern sowie Populationen von Schmutzgeiern, Wanderfalken, Steinadlern und Uhus.
Weitere Orte sind Castroserna De Arriba, Valdesimonte, Aldealengua De Santa María, Brieva, Castillejo De Mesleón, Valverde Del Majano, Martín Muñoz De Las Posadas und Trescasas.
Naturraum und Tierwelt
Die Verbindung aus Felswänden, Schluchten und bewaldeten Flächen prägt den Landschaftsraum rund um Carrascal Del Río. Der Naturpark nimmt dabei fast ein Drittel der Gemeindefläche ein. Besonders markant ist die Vogelwelt der Hoces del Río Duratón: Neben den fast 768 brütenden Gänsegeierpaaren kommen dort auch Schmutzgeier, Wanderfalken, Steinadler und Uhus vor.
Geschichte und Ortsbild
In Carrascal Del Río hat die Kirche Nuestra Señora de la Asunción einen romanischen Ursprung. Erhalten sind außerdem traditionelle Keltern, Reste römischer Mauern und eine Mühle am Fluss mit ihrer vollständigen hydraulischen Anlage. Zur historischen Seite des Gemeindegebiets gehört auch die Ermita de San Frutos, ein ehemaliges Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert. Auf dem Friedhof nahe der Ermita sind mehrere frühmittelalterliche anthropomorphe Gräber erhalten.
Das örtliche Festgeschehen umfasst Feiern zu Ehren der Virgen de la Asunción und des San Roque. Religiöse Geschichte, frühe Siedlungsspuren und überlieferte Arbeitsstätten stehen damit an konkreten Schauplätzen nebeneinander, ohne dass die einzelnen Zeugnisse ihre jeweilige Zeitstellung verlieren.
Routen und Wege
Die Senda 4 – Camino de San Frutos ist ein 1 km langer Weg mit beeindruckenden Ausblicken. Für ihn ist keine vorherige Genehmigung erforderlich, und er kann ganzjährig begangen werden. Der Camino de San Frutos führt außerdem über zwei Varianten – durch die Sierra oder über Caballar – zur Ermita de San Frutos im Gemeindegebiet von Carrascal Del Río; der Zugang erfolgt über Villaseca.
Der Rundweg Barrancos del Duratón ist fast 15 km lang und zwischen Carrascal Del Río und Castrojimeno angelegt. Er ist vollständig ausgeschildert und mit zahlreichen Informationstafeln versehen. Eine kürzere Strecke bildet die Senda 3 – Ruta de la Molinilla: Der leichte, etwa 1,8 km lange Lehrpfad dauert ungefähr 30 Minuten und führt an fünf Höhlen vorbei.
Die Senda 3 – Ruta de la Molinilla ist zugleich der einzige Weg zum Grund der Schlucht, der mit dem Auto erreichbar ist. Länge, Wegeverlauf und der Zugang zum Schluchtengrund unterscheiden diese Route klar vom längeren Rundweg Barrancos del Duratón und vom Camino de San Frutos.
Wasser und Rad
Burgomillodo gehört zu Carrascal Del Río und gilt als eines der größeren Zentren für Wassersport, Kajakfahren und Rudern in Castilla y León. Andatura bietet geführte Kanutouren auf dem Duratón ab Carrascal Del Río an, stellt die Ausrüstung bereit und übernimmt die Verwaltung der Genehmigungen für den Naturpark.
Auch auf dem Rad lässt sich der Landschaftsraum durchqueren. Die BTT-Route Barrancos y Hoces ist 44,5 km lang und weist einen hohen Schwierigkeitsgrad auf; sie beginnt zunächst eben am Fluss Duratón.
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