El Espinar zwischen Dehesa, Kultur und Río Moros
File:Real Sitio de San Ildefonso-El Espinar.jpg
Foto: Arturo Francisco Barbero via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Landschaft zwischen Waldwegen und Río Moros
El Espinar verbindet Landschaftswege mit einer ausgeprägten Geschichte der Waldarbeit. Die Gemeinde ist eine der beiden Gemeinden, die das Biosphärenreservat Real Sitio de San Ildefonso-El Espinar bilden. Das Reservat ist von Wegen und Pfaden durchzogen, die aus der Nutzung durch Holzfäller und Gabarreros hervorgegangen sind und heute von Wanderern und Waldfreunden genutzt werden. Die Route Garganta del Río Moros folgt dem Río Moros bis zum Embalse del Tejo beziehungsweise Las Tabladillas. Im Gemeindegebiet liegt außerdem das Naherholungsgebiet La Panera neben dem Río Moros.
Der Paseo de la Dehesa beginnt in El Espinar und verläuft durch die Dehesa Chica, auch Dehesa Boyal genannt. Dort bestehen Viehweiden mit Flaumeichen und Eschen. Zugleich führt der Weg durch ein Vogelschutzgebiet, in dem der Spanische Kaiseradler und der Schwarzstorch als vom Aussterben bedrohte Arten aufgeführt sind. Die Ruta del Arcipreste de Hita führt zur Peña del Arcipreste de Hita, einem Naturdenkmal aus großen Granitblöcken mit Aussicht.
Wege mit literarischen und kulturellen Bezügen
Bei der offiziellen Wanderung auf der Ruta del Arcipreste de Hita wird an einem Halt am Río Moros eine Passage aus dem Libro de buen amor erzählt. So steht neben dem Naturdenkmal auch ein literarischer Bezug im Mittelpunkt dieser Route.
Kirche, Klosterruinen und Ortsgeschichte
Die Iglesia de San Eutropio wurde als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Denkmal unter Schutz gestellt. Die ursprüngliche Kirche von El Espinar brannte 1542–1543 ab; ihre Reste wurden für den Neubau der Iglesia de San Eutropio wiederverwendet. Im Zentrum von El Espinar liegen die Ruinen des Convento de Santa Isabel neben der Iglesia de San Eutropio. Zur Ausstattung der Kirche gehört eine Orgel mit mehr als 1.000 Zinnpfeifen, die zwischen 1709 und 1712 von Pedro Liborna Echevarría gebaut wurde.
Auch weitere Bauwerke verknüpfen El Espinar mit unterschiedlichen Epochen und Themen. Der Palacio de los Marqueses de Perales wurde 1728 als Herrenhaus und Schafschurgebäude errichtet und ist als Bien de Interés Cultural eingestuft. Die 1904 errichtete Estación de El Espinar beherbergt heute eine Ausstellung mit alten Gegenständen aus dem Eisenbahnerhandwerk. Die Ermita del Cristo del Caloco steht auf den Resten romanischer Bauwerke aus dem 11. und 12. Jahrhundert und diente 1955 als Drehort für den Film Marcelino pan y vino.
Gabarreros-Tradition und Feste
Die Fiesta de los Gabarreros findet jedes Jahr am zweiten Märzwochenende in der Gemeinde El Espinar statt und ist seit 2003 als Fest von regionalem touristischem Interesse anerkannt. Das Programm umfasst Ausstellungen, Vorträge, Gedenkveranstaltungen, gastronomische Wettbewerbe, Kolloquien und Konzerte zum Thema der traditionellen Waldberufe. Ein Denkmal in El Espinar erinnert an das traditionelle Handwerk der Gabarreros.
Die Romería del Santo Cristo del Caloco umfasst eine gesungene Messe, eine Feldmesse, Musik mit Dulzaina und Tamboril sowie die gemeinschaftliche Ausgabe von Knoblauchsuppe.
Orientierung im Ort
Die kommunale Oficina de Turismo von El Espinar befindet sich im Ortskern an der Plaza de la Constitución und bietet individuelle Informationen zu Sehenswürdigkeiten und möglichen Routen. Sie organisiert die geführten Besichtigungen „Presume de pueblo“. Gruppen können über die Oficina de Turismo von El Espinar außerdem eine geführte Besichtigung der Iglesia de San Eutropio auf Anfrage vereinbaren. Als ergänzende Ortsauswahl führt ein direkter Link zu Los Angeles De San Rafael.
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