Prádena zwischen Höhlen, Stechpalmenwald und Geschichte

File:Prádena de Atienza, ermita.jpg File:Prádena de Atienza, ermita.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Prádena verbindet unterirdische Archäologie, einen beeindruckenden Stechpalmenwald und historische Spuren der Landwirtschaft und Wanderschäferei. Dazu kommen Wege durch die Gemüsegärten, ein vielseitiges Erholungsgebiet und eine Bergküche mit einem typischen Gericht. So treffen in einem Ort Naturerlebnis, Baugeschichte, ländliche Arbeitswelt und regionale Esskultur aufeinander.

Höhle und Natur rund um Prádena

Die Cueva de los Enebralejos ist als archäologische Stätte als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen. Ihre zentrale Galerie enthält Felsgravuren und Felsmalereien aus dem Chalkolithikum, die auf 2200 v. Chr. datiert werden. Die Besichtigung erfolgt als Führung und umfasst 500 Meter Hin- und Rückweg. Zur Cueva gehört ein archäologischer Park mit prähistorischen Hütten und Nachbildungen von Alltagsgegenständen, die Besucher anfassen können. Von Prádena führt ein etwa ein Kilometer langer Weg zu dem Gebäude, das den Zugang zur Cueva de los Enebralejos schützt.

Vom Fremdenverkehrsbüro und Besucherempfangszentrum El Acebal de Prádena aus sind geführte Besichtigungen des Acebal de Prádena möglich. Die Ruta del Acebal de Prádena ist ein Rundweg, der am Erholungsgebiet El Bradal beginnt und zum Acebal de Prádena führt, einem beeindruckenden Stechpalmenwald. Eine Rundroute zur Flora und Fauna beginnt und endet am Parkplatz nahe dem Erholungsgebiet El Bardal in Prádena und ist 6 Kilometer lang. Die Flora-und-Fauna-Route liegt im Naturraum Sierra de Guadarrama und im Natura-2000-Netz.

Routen zwischen Wald, Gärten und Mühlen

Zu den örtlichen Routen von Prádena gehört die Ruta de los Molinos – Programa Pequeños Exploradores. Der Molino de la Hontanilla liegt an einem Wanderweg durch die Gemüsegärten von Prádena. Der Molino del Concejo war eine im 18. Jahrhundert mit Wasserkraft betriebene Getreidemühle. Damit führen die Wege nicht nur durch Naturbereiche, sondern auch an Spuren ländlicher Arbeit vorbei.

Kirchen, Wege und Schäfertradition

Die Iglesia de San Martín de Tours wurde zwischen 1793 und 1797 im neoklassizistischen Stil mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes errichtet. In ihr befindet sich eine spätgotische Pietà, die auf das Ende des 15. Jahrhunderts datiert wird. Die Ermita de San Roque wurde wahrscheinlich zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert errichtet. Die Cañada Real Segoviana verläuft von Osten nach Westen durch das Gemeindegebiet von Prádena und wurde historisch im Winter von Herden aus Segovia auf dem Weg zu den Weiden im Süden der Iberischen Halbinsel genutzt. Die Cencerrada de San Andrés ist mit dem 30. November und dem historischen Aufbruch der Wanderschäfer in Richtung Extremadura verbunden.

Erholung und regionale Küche

Das Erholungsgebiet El Bardal bietet von alten Wacholderbäumen beschattete Wiesen, Schwimmbecken, Sportanlagen, Fußball- und Frontónplätze, Grillstellen sowie eine Snackbar. Caldereta gilt als das typische Gericht dieser Bergregion. Früher wurde sie mit Schaffleisch, Knoblauch und Paprika zubereitet, heute meist mit Lammfleisch.

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