Valderas: Festungsgeschichte, Kirchen und Prieto Picudo

File:Valderas 2.jpg File:Valderas 2.jpg Foto: Consuelo Fernandez via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen Festung, Kirchen und Landschaft

Valderas liegt in einem Gebiet von León, das von Naturlandschaften und landwirtschaftlich genutzten Feldern geprägt ist. Auf dem Hügel Altafría steht das Castillo de Altafría und überblickt das Tal des Flusses Cea. Die Befestigungsanlage auf der Altafría wird historisch Fernando II. zugeschrieben und in das 12. Jahrhundert datiert. Valderas wurde 2008 als Bien de Interés Cultural anerkannt. Landschaft, Flusstal und Wehrgeschichte bilden damit einen konkreten Ausgangspunkt, um den Ort nicht nur als Namen auf der Karte, sondern über seine Bauwerke und seine Umgebung kennenzulernen.

Bauwerke mit mittelalterlichen und späteren Spuren

Der Arco de Santiago war Teil der befestigten Anlage von Valderas und ist im Mudéjar-Stil errichtet. Zu den Kirchen des Ortes gehört die Iglesia de San Juan del Mercado, eine spätgotische Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit Anbauten aus dem 18. Jahrhundert. Sie besitzt drei Schiffe, die von freistehenden gotischen Säulen getragen werden. Die Iglesia de Santa María del Azogue ist bereits für das Jahr 1144 dokumentiert. Sie wurde auf den Fundamenten und Türmen einer älteren Festung errichtet, die an die Stadtmauer des 12. Jahrhunderts angebaut war.

Auch das Santuario del Socorro gehört zur baulichen Geschichte Valderas. Das Heiligtum ist ein Renaissancebau aus Stein und Ziegeln mit einem einzigen Schiff. Das frühere Karmeliterkloster des Santuario del Socorro wurde 1565 in Valderas gegründet. Im Zusammenhang mit dieser Geschichte ist das Museo de Arte Sacro de las Madres Benedictinas in Valderas in der Iglesia del Socorro untergebracht, einem ehemaligen Karmeliterkloster des 16. Jahrhunderts. Zum Bestand des Museums gehört ein beweglicher Christus, der Gregorio Fernández zugeschrieben wird. Eine markante Einzelheit am Palacio de los Osorio ist außerdem sein Eckbalkon.

Feste, Traditionen und regionale Aromen

Der Jahreslauf bringt in Valderas unterschiedliche kulturelle Themen zusammen. Die Karwoche umfasst Bußprozessionen, bei denen religiöse Bildwerke getragen werden. Die Karnevalsfeiern sind durch Masken und Koffer gekennzeichnet. Die jährlichen Ferias y Fiestas von Valderas haben mittelalterliche Ursprünge. Damit stehen religiöse Bräuche, auffällige Festtraditionen und historische Bezüge nebeneinander, ohne dass der Ort auf eine einzige Epoche reduziert wird.

Zur lokalen Prägung gehört auch die Küche. In Valderas wird eine kulinarische Tradition bis ins 14. Jahrhundert zurückgeführt. Der lokale Wein aus Valderas wird aus der Rebsorte Prieto Picudo hergestellt. Für eine Reise durch Süd-León lässt sich Valderas zudem mit einer Burgenroute verbinden: Die Route De Valderas a Jimenéz de Jamuz beginnt in Valderas und durchquert Süd-León von Osten nach Westen, um Burgen zu besuchen. So treffen in einem Ziel historische Architektur, Feste, kulinarische Überlieferungen und eine klar beschriebene Reiseroute aufeinander.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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