Calzada De Oropesa entdecken: Geschichte, Natur und lokale Feste

File:Ayuntamiento de La Calzada de Oropesa.jpg File:Ayuntamiento de La Calzada de Oropesa.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Historische Wege und das Zentrum des Ortes

Calzada De Oropesa vereint historische Spuren und Landschaft. Im Zentrum von La Calzada de Oropesa liegen auf der Plaza de España das Rathaus, der Rollo de Justicia und der Pilón. Der örtlichen Überlieferung zufolge geht die Gründung auf die römische Straße zurück, die Emérita Augusta (Mérida), Caesaróbriga (Talavera de la Reina) und Toletum (Toledo) verband. Die mittelalterliche Calzada bewahrt etwa 80 Meter eines gepflasterten Weges; der älteste Abschnitt stammt möglicherweise aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.

Dehesa Boyal, Lagune und Wege durch die Natur

Die Dehesa Boyal de La Calzada ist ein bewaldetes Gebiet von knapp 400 Hektar mit Steineichen, Kiefernwald und Weideflächen. Ihre gut erhaltenen Wege eignen sich zum Wandern und Radfahren; durch die Dehesa führt der etwa 10 Kilometer lange Itinerario Sendero Natural. Unter anderem kommen hier Kaninchen, Füchse, Ginsterkatzen, Wildschweine, Rehe und Hirsche vor.

Die Laguna de las Limas ist die größte Viehtränke im Gemeindegebiet und hat sich zu einem Erholungs- und Freizeitgebiet mit hohem ökologischem Wert sowie vielfältiger Fauna und Flora entwickelt. Neben ihr wurde eine spätrömische Nekropole entdeckt. Der Pilón de Carrasca ist eine dreibeckige Steinquelle mit Wasser aus der natürlichen unterirdischen Quelle Las Madres del Pilón; derzeit dient er zum Spazierengehen, für Picknicks und zur nächtlichen Betrachtung des Sternenhimmels. Im Gelände Eucaliptos steht ein etwa 30 Meter hoher Eukalyptusbaum, der unter dem Namen „El 31“ mit dem Katalog bedeutender Einzelbäume verbunden ist. Dort findet am zweiten Sonntag im Mai die Romería de la Virgen de Fátima statt. Seit 2018 wurde im August der Multiaventura-Tag Día de la Laguna mit Kajakfahren, Bogenschießen, Ausritten und traditionellen Spielen veranstaltet.

Gebäude mit eigener Geschichte

Zum historischen Ortsbild gehören Pozairón, das an ein öffentliches Waschhaus erinnert, das Mitte des 20. Jahrhunderts bis zu 40 steinerne Waschbecken mit eingravierten Namen besaß, sowie die Casa de la Familia Huertas-Vega. Bei diesem modernistischen Gebäude begann der Bau Ende des 19. Jahrhunderts; 1912 war er abgeschlossen, und ein Teil der ursprünglichen Ausstattung ist erhalten. Die im 19. Jahrhundert errichtete Casa de la Hidalga besitzt ein Portal aus behauenen Steinquadern und bewahrt eine traditionelle Olivenölpresse mit Holzspindel und Mahlstein. Die Casa de los Presbiteros wurde im 17. Jahrhundert für die Kanoniker und Priester der Pfarrei errichtet.

Das Kloster wurde zwischen 1675 und 1704 auf dem Gelände des früheren Hospital de la Misericordia errichtet. Sein 17 Meter hoher Hauptaltar umfasst Gemälde des Barockmalers Claudio Coello. Die Casa de la Castilla ist ein ursprüngliches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert; an ihrer Stelle befand sich früher ebenfalls das Hospital de la Misericordia.

Wein, Tapas und traditionelle Küche

Auch die Feste setzen eigene Akzente: Beim VI Concurso de Vinos de Pitarra gab es für alle Teilnehmenden kostenloses Cocido popular. Beim 8º Concurso de Vinos de Pitarra wurden die Wettbewerbsweine öffentlich an Ständen auf dem Platz verkostet; am selben Wochenende fand das 8º Certamen de la Tapa statt. Das Programm der XIII Matanza Tradicional umfasste Migas mit Schokolade und Aguardiente.

Weitere Orte im selben übergeordneten Raum: Villarrubia De Santiago, Castillo De Bayuela, Calera Y Chozas, Illescas, Yuncler, Lagartera, Toledo und Quismondo.

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