Illescas: Kunst, Kirchen und historische Wege
Illescas verbindet El-Greco-Kunst, jahrhundertealte Kirchen, religiöse Traditionen und einen Abschnitt der Ruta de Don Quijote. Im Santuario de Nuestra Señora de la Caridad wurde ab 1588 im Renaissancestil gebaut; 1600 erfolgte die Einweihung. Zwischen 1603 und 1605 entwarf El Greco die Dekoration des Hauptaltars sowie fünf Gemälde dafür. Die fünf Gemälde lassen sich als thematische Einheit rund um die Jungfrau Maria lesen. Zur Kunstsammlung im Santuario gehören außerdem Werke von Alejandro Ferrant, Luis de Morales und Juan Pantoja de la Cruz.
Kultur
Die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción de Illescas führt noch weiter zurück: Ihr Bau begann im 13. Jahrhundert, und aus dieser Zeit sind Teile der seitlichen Apsiden sowie der Mudéjar-Turm erhalten. Zugleich vereint die Kirche gotische, mudéjare, Renaissance-, platereske, barocke und Rokoko-Elemente. Mehrere Epochen stehen hier somit in einem einzigen Sakralbau nebeneinander.
Zu den markanten Bauwerken gehört außerdem die Puerta de Ugena. Das Bauwerk im Mudéjar-Stil besteht aus Bruchsteinmauerwerk und Ziegeln. Die Casa-palacio de la Calle Real stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist in Illescas sehenswert. Zusammen mit den Kirchen und dem Santuario bilden diese Orte ein dichtes Spektrum aus Architektur, Kunst und Stadtgeschichte.
Geschichte
Das Hospital de la Caridad de Illescas wurde 1500 von Kardinal Cisneros geplant und eingeweiht. Zusammen mit der angebauten Kapelle diente es als Zentrum der Wohltätigkeit und Barmherzigkeit zur Versorgung der Stadt und der Pilger. Das Hospital bildet mit dem Santuario de Nuestra Señora de la Caridad ein architektonisches Ensemble um einen zentralen Innenhof.
Die Besichtigungen des Museo del Santuario sind geführt; der Preis für die Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Im Museum können Besucher die Grabkapelle und das Reliquiar von Fernando Pacheco de Toledo besichtigen. Beim Convento de las Concepcionistas Franciscanas de Illescas ist der Außenbereich frei zugänglich, während das Innere nicht besichtigt werden kann.
El Cerrón ist ein künstlicher Geländesporn, der vom Eisenzeitalter bis in die muslimische Zeit als Siedlung und Ritualplatz genutzt wurde. Seine Geschichte reicht damit über mehrere kulturelle und historische Phasen hinweg.
Feste und Handwerk
Die Fiesta de El Milagro findet am 11. März statt. Sie erinnert an das der Virgen de la Caridad zugeschriebene Wunder vom 11. März 1562 und wird seit 1562 ununterbrochen gefeiert. Die Fiestas Patronales en Honor a la Virgen de la Caridad werden seit dem 16. Jahrhundert gefeiert und beginnen am letzten Augustwochenende.
Im Centro Turístico Cultural La Almazara gibt es Aktivitäten zu Gastronomie, Kunsthandwerk und darstellenden Künsten. Das Museo del Aceite vermittelt den Prozess der Olivenölherstellung. Tradition, handwerkliche Themen und die Geschichte eines regionalen Produkts stehen hier in unterschiedlichen Formen nebeneinander.
Wege und Landschaft
Die Ruta de Don Quijote führt auf ihrer neunten Etappe durch Illescas in Richtung Carranque. El Cerrón ist von Illescas aus über ländliche Wege zu Fuß frei erreichbar. Auf einem Platz in Illescas steht außerdem der Olmo del Milagro, ein jahrhundertealter Baum.
Weitere Orte: Mora, Navamorcuende, San Bartolomé De Las Abiertas, Burujón, Casasbuenas, Villatobas, Herreruela de Oropesa, Sartajada
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