Garganta la Olla – Wasserbecken, Geschichte und Traditionen
Garganta la Olla wurde 1978 zum Conjunto Histórico-Artístico erklärt. Zum besonderen Ortsbild gehören historische Architektur, religiöse Traditionen und eine Wasserlandschaft, die sich unmittelbar mit dem Ort verbindet. Die Garganta Mayor entspringt in der Sierra de Tormantos, verläuft am Ort Garganta la Olla entlang und bildet zahlreiche natürliche Becken und Schwimmbäder.
Wasserlandschaft
Zu den bekannten Wasserstellen zählt der Charco Pilatillas de Arriba. Dabei handelt es sich um ein natürliches Becken mit mehreren höhenversetzten Wasserbecken, kleinen Wasserfällen und einem größeren Wasserfall. Der Charco el Calderón verfügt ebenfalls über einen Wasserfall; er teilt das Becken in zwei unterschiedlich hohe Bereiche. Beide Orte zeigen die unterschiedlichen Formen, in denen das Wasser der Garganta Mayor in der Landschaft erscheint.
Kultur und Ortsbild
Das Museo de la Inquisición befindet sich in einem im 17. Jahrhundert errichteten Gebäude. Zu sehen sind dort Gebrauchsgegenstände aus dem Alltag der örtlichen Landwirte, Viehhalter und Händler. Dazu gehören eine traditionelle Küche der Region La Vera und typische Geräte der Hausschlachtung. Das Museum verbindet damit das Gebäude selbst mit Einblicken in frühere Arbeits- und Lebensbereiche des Ortes.
Im Barrio La Huerta findet sich die volkstümlich als Arquitectura Verata bezeichnete Bauweise mit Häusern auf drei Etagen. Das Barrio La Huerta ist außerdem ein städtebauliches Ensemble mit besonders einheitlicher Anordnung und Architektur der Häuser. Die Iglesia de San Lorenzo ist als Monumento Histórico-Artístico ausgewiesen.
Feste und lokale Traditionen
Anfang Juli findet das Fest zur Visitación de Ntra. Sra. a su prima Santa Isabel statt. Zum Programm gehört der traditionelle Baile de las Italianas. Religiöse Tänze in Garganta la Olla sind seit 1492 dokumentiert; der Baile de las Italianas beziehungsweise der Tanz der Gitanas wurde 1606 als religiöser Tanz der Diözese Plasencia eingetragen. Die lange dokumentierte Geschichte gibt dem Tanz neben seiner Einbindung in das Fest einen klaren historischen Bezug.
Die Jornadas de la Serrana de la Vera beginnen am Samstagmorgen mit einer Wanderroute zur Cueva de la Serrana. Den Teilnehmenden der Wanderung werden Migas Extremeñas gereicht. Zu den Jornadas gehört außerdem ein Kunsthandwerksmarkt, der samstags und sonntags auf der Plaza Diez de Mayo und in der Calle Chorrillo stattfindet. Eine weitere Veranstaltung ist Una Olla de Cuentos, ein Treffen zum Erzählen, Singen und Tanzen von Geschichten. Es findet gewöhnlich am letzten Septemberwochenende statt, wobei der Termin von Jahr zu Jahr variieren kann.
Geografische Einordnung
Garganta la Olla liegt wenige Kilometer vom Kloster Yuste entfernt. Von Cuacos de Yuste ist der Ort über die Straße EX-391 erreichbar; die Strecke beträgt ungefähr 9 Kilometer. Die ungefähre Streckenlänge und die benannte Straßenverbindung ordnen Garganta la Olla im Verhältnis zu Cuacos de Yuste räumlich ein.
Weitere Ziele sind Villanueva De La Vera, Valdeobispo, Acebo, Riolobos, Galisteo, Robledillo De La Vera, Pinofranqueado und El Torno.
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