Cañamero: Schlucht, Felsmalereien und Wege
File:Picture of valley at the exit of Cañamero, Extremadura, Spain.jpg
Foto: Gamal Trinidad Kabil via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Natur und Wege
Cañamero verbindet eine ausgeprägte Flusslandschaft mit Wegen durch die Sierra de la Madrila. Die Ruta de Isabel la Católica beginnt in Cañamero und endet in Puebla de Guadalupe sowie an dessen Kloster. Damit führt die Route von einem konkreten Ausgangspunkt zu einem ebenso klar benannten Ziel.
Nach dem Verlassen von Cañamero verläuft die Ruta de Isabel la Católica in die Schlucht des Ruecas. Ihr Weg führt durch Ufervegetation mit einem von Erlen geprägten Galeriewald. Entlang der Route lassen sich Gänsegeier, Steinadler, Habichtsadler und Schwarzstörche beobachten. Die Schlucht des Ruecas erstreckt sich etwa zwei Kilometer nordöstlich von Cañamero zwischen hohen Quarzitkämmen. Die ungefähre Angabe ordnet die Schlucht räumlich ein, ohne eine genauere Entfernung vorzugeben.
Erreichbar ist die Schlucht des Ruecas vom höher gelegenen Ortsteil La Jarilla im Stadtgebiet von Cañamero über den Camino Natural de Las Villuercas. In der Schlucht liegen prähistorische Höhlen und Felsdächer mit schematischen Felsmalereien in roten und schwarzen Farbtönen. In der Sierra de la Madrila finden sich außerdem dichte Ufervegetation und natürliche Becken am Fluss Ruecas.
Kultur und Geschichte
Die Cueva de la Chiquita umfasst mehr als hundert Zeichen an den Felswänden. Ihre Datierung reicht vom späten Neolithikum über die Bronzezeit bis zu den Anfängen der Eisenzeit. Die zeitliche Spannweite macht sichtbar, dass die Höhle Zeugnisse aus mehreren Epochen bewahrt. Sie ist besuchbar, leicht zugänglich und mit Informationstafeln ausgestattet.
Auch das Felsdach Cancho de la Burra in der Sierra de la Madrila trägt schematische Felsmalereien. Sie stammen aus der chalkolithischen Zeit. Zur religiösen Architektur von Cañamero gehören die Kirche Santo Domingo de Guzmán und die Einsiedelei Nuestra Señora de Belén; beide sind Beispiele für diese örtliche Bautradition.
Die Ruta Mitológica umfasst zwölf Stationen. Sie knüpft an Überlieferungen aus früheren lokalen Wegstrecken an und verbindet damit einen Wegverlauf mit den überlieferten Geschichten des Ortes.
Besucherzentrum
Das Centro de Recepción de Visitantes de Cañamero liegt innerhalb des Ortskerns von Cañamero. Mehrere Räume erklären dort die charakteristischen geologischen Formationen des Geoparks. Der Eintritt ist kostenlos. Die Besichtigung kann selbstgeführt oder mit Führung erfolgen, sodass im Zentrum beide ausdrücklich genannten Formen der Vermittlung möglich sind.
Wasser am Ruecas
Am Stauseestrand Cancho del Fresno sind Baden, verschiedene Wassersportaktivitäten und Angeln möglich. Diese drei ausdrücklich genannten Nutzungen ergänzen die Wege, die Felsbilder und die geologischen Themen um einen eigenständigen Bezug zum Wasser.
Weitere Ortsseiten: Zarza La Mayor, El Torno, Las Casiñas Altas, Serrejón, Guijo De Santa Bárbara, Torremenga, Malpartida De Cáceres, Navas Del Madroño
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