Zarza La Mayor: Geschichte, Grenzwege und lokale Traditionen

File:Caseta de peóns en Zarza la Mayor.jpg File:Caseta de peóns en Zarza la Mayor.jpg Foto: Estevoaei via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Grenzlandschaft und Ortsgeschichte

Zarza la Mayor gehört zu den spanischen Gemeinden, die in das Biosphärenreservat Tajo-Tejo International einbezogen sind. Das Gemeindegebiet wird am Fluss Alagón durch die Landschaft Canchos de Ramiro begrenzt. Zum Besucherzentrenetz des Tajo-Tejo International gehört das Interpretationszentrum „La Encomienda de Peñafiel“ in Zarza la Mayor.

Historische Bauwerke mit eigener Zeitspur

Der Palacio de la Encomienda in Zarza la Mayor stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Iglesia de San Andrés stammt aus dem 16. Jahrhundert. An der letzten Wiedererrichtung der Iglesia Parroquial de San Andrés im 17. Jahrhundert waren Pedro de Ybarra, Juan Bravo und Alonso Hernández Acosta beteiligt. Im Inneren befinden sich mehrere barocke Retabel, darunter zwei Retabel aus dem 18. Jahrhundert auf der Evangelienseite. Die Fuente Conceja besitzt den Status eines Kulturguts von besonderem Interesse (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Monument. Die Fuente Conceja besitzt einen großen Spitzbogen und an ihren Seiten zwei Rundbögen. Die ehemalige Fábrica de la Seda beherbergt heute das Rathaus von Zarza la Mayor.

Festung und Wege nach Portugal

Das Castillo de Peñafiel ist eine ehemalige muslimische Festung, die auch als Racha-Rachel bekannt ist. Seine frühesten Überreste stammen aus dem 9. Jahrhundert. Zu den sichtbaren Überresten gehört eine im 16. Jahrhundert errichtete Befestigung mit zwei Verteidigungsringen. Eine historische Spur nimmt die Ruta del Contrabando Transfronteriza auf: Die leichte Hin- und Rückwanderung ist 15 km lang und führt vom Rathaus von Zarza la Mayor nach Salvaterra do Extremo im benachbarten Portugal. Sie folgt historischen Wegen, auf denen Kaffee illegal über die spanisch-portugiesische Grenze gebracht wurde.

Wandern am Fluss Erjas

Die Ruta del Montón de Trigo ist ein 8,8 km langer, linearer Weg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad von Zarza la Mayor zum Fluss Erjas. Ihr erster Abschnitt folgt der Cañada Real de Gata durch eine von Steinmauern und Weidelandschaft geprägte Umgebung. Auf der Route ermöglicht eine Metallpasserelle den Zugang zu einem Aussichtspunkt über den Fluss Erjas. So verbindet dieser Weg eine klar beschriebene Streckenführung mit markanten Landschaftselementen wie Weideland, Mauern und dem Flusslauf.

Weitere Ziele können Sie über diese Auswahl aufrufen: Perales Del Puerto, Ovejuela, Torremenga, Robledillo De La Vera, Plasencia, Alía, Belvís De Monroy und Torre De Santa María.

Domingo de los Tiros

Domingo de los Tiros ist eine lokale Tradition, die seit dem 18. Jahrhundert an jedem Ostersonntag gefeiert wird. Bei der Reverencia von Domingo de los Tiros treffen die Bilder auf der Straße aufeinander und verneigen sich bis zu dreimal; dabei werden Schüsse aus Schrotflinten abgegeben. Für Domingo de los Tiros wurde die Auszeichnung „Fiesta de Interés Turístico de Extremadura“ verliehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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