Navas del Madroño: Geschichte, Feste und Landschaft

Navas del Madroño verbindet eine markante volkstümliche Architektur mit religiösen Traditionen, historischen Spuren und Landschaftsräumen, die unterschiedliche Zeiten und Themen sichtbar machen.

Geschichte und Baukultur

Im Centro de Interpretación Escuelas Viajeras wird die lokale Geschichte von Navas del Madroño mit der kulturellen, pädagogischen und historischen Geschichte der Misiones Pedagógicas der Zweiten Spanischen Republik verbunden. Diese wirkten von 1931 bis 1936 als Escuelas Viajeras. Die Ausstellung führt dabei historisch von der Zweiten Republik über die Diktatur bis zum Verschwinden dieses Bildungs- und Kulturprojekts.

Zum besonderen Ortsbild gehören die charakteristischen Schornsteine der volkstümlichen Architektur. Wegen dieser Bauform ist Navas del Madroño als „Pueblo de las Chimeneas“ bekannt. Ein bedeutendes Bauwerk ist außerdem die Pfarrkirche Nuestra Señora de la O, die zwischen 1737 und 1740 von Alonso González und Teodosio Magallanes wiederaufgebaut wurde. Ihr barocker Hauptaltar wurde 1754 von Juan Grande de Vegas aus Garrovillas geschnitzt.

In der Kirche befindet sich zudem das Gnadenbild der Nuestra Señora de la O. Es gehört zu den wenigen Marienbildern, auf denen die Jungfrau schwanger dargestellt ist; das Kind ist in ihrem Leib sichtbar. Eine weltliche Ergänzung zur Baugeschichte bildet das aus dem 17. Jahrhundert stammende Rathaus Casa Consistorial mit seinem breiten Portikus und acht halbkreisförmigen Granitbögen.

Mit der Geschichte des Ortes verbunden ist auch die Fuente de la Nacivera, eine der populärsten Quellen von Navas del Madroño. Sie besteht aus einem Auslauf und einem Granitbecken; von dort fließt das Wasser bis zum Waschhaus.

Orte und Landschaft

Etwa sieben Kilometer vom Ortskern entfernt liegt die Ermita de Santo Domingo de Guzmán in der Sierra de Santo Domingo. Das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert besteht aus Mauerwerk und Bruchstein. In unmittelbarer Nähe von Navas del Madroño befindet sich außerdem der sehenswerte Landschaftsraum El Barrial, der auf 518 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Dort wurden archäologische Überreste aus der Zeit vom Neolithikum bis zum frühen Mittelalter gefunden.

Die Rivera de Araya ist wegen ihrer schwierigen Zugänglichkeit ein hervorragender Rückzugsort für bedrohte Arten wie den Schwarzstorch. Das Embalse de Vegas Altas ist als ZEPA ausgewiesen und ein Feuchtgebiet, in dem sich nach den Ramsar-Kriterien aquatische Fauna von internationaler Bedeutung konzentriert.

Feste und regionale Küche

Der Festkalender setzt markante Termine. Bei Las Candelas am 2. Februar gehören religiöse Akte und traditionelle Tänze wie „El Cordón“ zum Programm; die Tänzer tragen dabei die typische Tracht. Die Romería de Santo Domingo de Guzmán findet am Ostersonntag statt. Neben der Wallfahrt zur Einsiedelei gehört ein traditionelles Pferderennen auf den Straßen des Ortes dazu.

Etwa in der ersten Maihälfte widmet sich die Feria Agroalimentaria de la Morcilla Ventera dieser Spezialität mit Verkostungen, Live-Kochen und Degustationen. Die Morcilla Ventera gilt als herausragendes Produkt der Küche von Navas del Madroño. Anfang Oktober folgen die Jornadas de la Trashumancia mit gastronomischen sowie mit der Weidewirtschaft verbundenen Aktivitäten, Routen und Workshops.

Weitere Orte im Zielgebiet

Wenn Sie weitere Orte im gemeinsamen Zielgebiet ansehen möchten, finden Sie hier El Torno, Monroy, Hoyos, La Granja, Pinofranqueado, Cambrón, Valdelacasa de Tajo und Torrejón El Rubio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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