Aliseda entdecken: Mina Pastora, Wanderwege und historische Orte
Aliseda liegt im nördlichen Abschnitt der Sierra de San Pedro. Der größte Teil des Gemeindegebiets befindet sich dort, wo das Gebirge an die nördliche Penillanura Cacereña grenzt. Zugleich liegt der Ort am Fuß der 603 Meter hohen Sierra del Aljibe in bergigem, rauem Gelände, das von mehreren Hügeln umgeben ist.
Geschichte und Kultur
Eine zentrale Sehenswürdigkeit ist die Mina Pastora mit protohistorischen Ursprüngen. In ihr wurde ein Ofen aus dem 7. oder 6. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Drei Ebenen der Mine sind für Besucher zugänglich; zu sehen sind Eisenminerale wie Goethit, Hämatit und Limonit, außerdem Sulfate, verschiedene Vegetation und römische Überreste. Die Mina Pastora kann besichtigt werden, um die frühere Eisenförderung und die Geschichte des Bergwerks kennenzulernen. Das C.I. de la Mina Pastora ist in Aliseda als Interpretationszentrum benannt.
Zur historischen Bausubstanz gehört die Parroquia de Santa María de la Asunción, eine größtenteils aus Mauerwerk und Schiefer errichtete Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit einem barocken Retabel. Die Tumbas de los Moros bilden eine westgotische Nekropole mit sechs anthropomorphen, in Granit gehauenen Gräbern, die wahrscheinlich aus dem 6. oder 7. Jahrhundert stammen. Südlich von Aliseda in der Sierra de San Pedro steht die Ermita de Nuestra Señora del Campo aus dem Jahr 1485; sie wurde im 18. Jahrhundert erweitert und beherbergt ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert.
Der Tesoro de Aliseda ist ein phönizisch-tartessischer Goldschmuck- und Beigabenfund, der am 29. Februar 1920 entdeckt wurde und als erster Fund dieser Art auf der Iberischen Halbinsel gilt. Im Centro de Interpretación del Tesoro de Aliseda ist eine Nachbildung des Schatzes zu sehen. Eine Führung erläutert seinen Fund, Alisedas Rolle in der Protohistorie, die Goldschmiedetechniken und die einzelnen Stücke.
Landschaft und Wege
Zu den markanten Quarzit- und Schieferfelsformationen in Aliseda gehören Canchos del Muelle und Canchos de la Plata. Die Sierra de San Pedro bei Aliseda ist als Vogelschutzgebiet (ZEPA) und als Gebiet von regionalem Interesse (ZIR) ausgewiesen. In der Mina Pastora leben derzeit geschützte Fledermausarten. Die landschaftlich reizvolle Straße EX-303 führt auf 30 Kilometern von Aliseda bis Arroyo del Soldado nahe Alburquerque in die Sierra de San Pedro hinein.
In Aliseda gibt es elf ausgeschilderte Wanderwege, die fast zu allen Jahreszeiten begangen werden können. Am Stausee von Aliseda und am Río Salor sind sportliche Aktivitäten wie die Wanderroute Ruta de las Fuentes möglich. Auf der Wanderroute „Sierra de Valdelasmanos“ lassen sich eine alte, zur Kirche gehörende Getreidemühle sowie die drei markanten Quellen Fuente Nueva, Fuente del Cura und Fuente del Castaño sehen.
Traditionen und regionale Küche
Die traditionelle Romería findet vierzehn Tage nach dem Ostersonntag an der Ermita de Nuestra Señora del Campo statt. Bei „El Tesoro de Aliseda – La Leyenda“ finden am ersten Augustwochenende vor den Sommerfesten unter anderem Workshops, der Mercado de Tartessos, Theater, Besuche des Interpretationszentrums des Schatzes und der Mine sowie Wanderungen statt.
Zur örtlichen Wildküche in Aliseda gehören unter anderem Gerichte oder Produkte aus Hirsch, Wildschwein, Hase, Taube und Rebhuhn. Zu den von der Gemeinde aufgeführten Schweinespezialitäten aus Aliseda gehören Chorizo, Patatera, Morcilla, Lomo und Jamón.
Weitere Orte: Torre de Don Miguel, Madrigalejo, El Torno, Plasencia, Valdefuentes, Malpartida De Cáceres, Zarza La Mayor, Cañaveral
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