Nogales – Festung, Kirche und Feuchtgebiet
Unterkünfte in Nogales
In Nogales stehen zwei markante Bauwerke: Das Castillo de Nogales ist eine im 15. Jahrhundert auf einem kleinen Hügel in Nogales errichtete mittelalterliche Festung. In seiner Nähe steht die Pfarrkirche San Cristóbal, ein ursprünglich im 15. Jahrhundert errichtetes Gotteshaus aus Bruchstein, Ziegeln und Haustein, das später umgebaut wurde.
Kultur und Geschichte
An der Pfarrkirche San Cristóbal treten zwei Formen besonders hervor: ein protogotisches Hauptportal und eine halbkreisförmige Apsis aus Haustein. Der Hauptaltar entstand zwischen 1675 und 1683. Seine Architektur wird Juan de Vargas zugeschrieben, während die Gemälde von Tomás Rodríguez stammen. Portal, Apsis, Altararchitektur und Malerei geben dem Gotteshaus unterschiedliche historische und künstlerische Akzente.
Der Friedhof von Nogales grenzt an das Castillo de Nogales und bildet aufgrund seiner besonderen Merkmale einen Bereich von bemerkenswertem ethnografischem und gestalterischem Interesse. Die unmittelbare Nachbarschaft von Festung und Friedhof verbindet Wehrbau mit einem Ort, dessen Charakter durch ethnografische und gestalterische Merkmale bestimmt ist.
Eine weitere historische Spur ist eine dem 16. Jahrhundert zugeordnete Brücke aus Bruchstein und Ziegeln. Sie besitzt sechs unterschiedlich gestaltete Bögen sowie unterschiedliche Wellenbrecher und Widerlager und ist weiterhin in Betrieb. Historische Datierung, variierende Konstruktionselemente und heutige Nutzung liegen hier in einem Bauwerk zusammen.
Weitere Orte sind: La Garrovilla, Montijo, El Raposo, Barcarrota, Palomas, Llerena, Fregenal De La Sierra und Torremejía.
Natur und Wege
Die Rivera de Nogales ist als LIC (Lugar de Interés Comunitario, Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung) eingestuft, weil sie ein Feuchtgebiet und ein Naturraum von ökologischem Interesse ist. Als Feuchtgebiet und Naturraum verbindet sie eine konkrete Landschaftsform mit einer ausgewiesenen ökologischen Bedeutung.
Von Badajoz aus erreicht man den Corredor Ecofluvial Rivera de Nogales über die Nacional 432 in Richtung La Albuera auf 21 Kilometern. Anschließend führt die Strecke über die N-435 in Richtung Almendral auf 11,5 Kilometern und danach über die EX105 in Richtung Torre de Miguel Sesmero–Nogales. Die Route ist in drei aufeinanderfolgende Straßenabschnitte gegliedert. Routenlänge und Streckenführung beantworten bei der Planung unterschiedliche Fragen: Die eine beschreibt den Umfang, die andere den Verlauf.
Die PR-BA 131 beginnt und endet auf der Burgplatzfläche des Castillo de Nogales in Nogales; dort befindet sich auch das Zentrum für Umweltinterpretation. Als PR-BA 131 Presa de Nogales ist sie eine ausgeschilderte, kreisförmige Naturroute in der Gemeinde Nogales mit einer Länge von 22,9 Kilometern. Sie führt zu einem Beobachtungspunkt für Fauna am Ufer des Stausees von Nogales und verläuft durch das Feuchtgebiet. Der Abschnitt entlang der Rivera de Nogales beherbergt Fischfauna und zieht eine vielfältige Vogelwelt an, die dort zur Nahrungsaufnahme und zum Übernachten kommt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Badajoz.