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Barcarrota zwischen Geschichte, Dehesa und Festen

Unterkünfte in Barcarrota

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sakrale Kunst und Buchgeschichte geben Barcarrota ein markantes Profil. Bei Barcarrota ist eine der letzten und am deutlichsten ausgeprägten erhaltenen Ausprägungen des Mittelmeerwaldes mit Erdbeerbäumen, Heidekraut, Zistrosen, Steineichen und Korkeichen bewahrt. Die gotische, einschiffige Iglesia de Nuestra Señora del Soterraño besitzt als künstlerische Höhepunkte einen barocken Hochaltar, einen gotischen Christus sowie Gemälde von Morales und Covarsí. Die Iglesia Mayor de Santiago Apóstol wurde im 13. Jahrhundert im Übergangsstil der Romanik erbaut und besitzt drei Schiffe. In der Biblioteca Municipal Pública Francisco de Peñaranda werden Reproduktionen der Sammlung Biblioteca de Barcarrota gezeigt, die 1992 eingemauert aufgefunden wurde. Diese Sammlung umfasst zehn gedruckte Bücher und ein Manuskript aus dem Zeitraum von 1525 bis 1554, darunter die einzige erhaltene Ausgabe des Lazarillo de Tormes aus Medina del Campo von 1554.

Auch die Bauwerke im Ortskern erzählen von unterschiedlichen Epochen. Die Burg von Barcarrota, auch Castillo de las Siete Torres genannt, besitzt eine siebeneckige Umfriedung, prismatische Türme an den Ecken und einen höheren Bergfried. Die Plaza de Toros liegt auf dem ehemaligen Waffenhof der Burg der Sieben Türme und gilt als eine der ältesten Stierkampfarenen der Extremadura. Das Casa-museo de Hernando de Soto rekonstruiert das mutmaßliche Wohnhaus der Familie De Soto im 16. Jahrhundert und zeigt mehrere Darstellungen Hernando de Sotos sowie Geschenke aus Bradenton. Auf der Plaza de España steht ein durch eine öffentliche Sammlung finanziertes Denkmal, das als erstes in Spanien für einen Konquistador errichtet wurde. Die Hauptstraßen der ehemaligen jüdischen Gemeinde bewahren einen mittelalterlichen Grundriss und mittelalterliche Gebäude; die Bögen der früheren Zugangstore sind noch sichtbar. Auf der Plaza del Altozano steht ein Gedenkkreuz, das mit einer lokalen Legende über zwei Liebende verbunden ist.

Für den Blick auf die Landschaft verbindet sich Naturbeobachtung mit megalithischer Geschichte. Die megalithische Gruppe von Barcarrota umfasst elf Dolmen und einen Menhir aus dem Neolithikum, datiert zwischen das 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. Der Dolmen El Milano gilt als größtes und bedeutendstes Monument dieser Gruppe; sieben Orthostaten der Grabkammer sind erhalten, während die obere Deckplatte zerbrochen und herabgefallen ist. Für die Ruta Megalítica wurden rund um Barcarrota vier Routen zu den megalithischen Fundstätten festgelegt. Der 59 Kilometer lange Río Alcarrache durchquert das Gemeindegebiet und ist als ökologischer Korridor und Korridor der biologischen Vielfalt geschützt. Sein Korridor bietet Schwarzstörchen Lebensraum: Sie suchen entlang des Flusses Nahrung und brüten in Felsklippen sowie großen Korkeichen der Dehesa. Das Centro de Interpretación Agua–Aire zeigt Ausstellungsinhalte zur Fischfauna des Alcarrache und zum Ökosystem der Dehesa und vermittelt die Bedeutung und Qualität der Naturräume in der Umgebung von Barcarrota. Bei vereinbarten Besuchen besteht dort die Möglichkeit, Routen, Workshops und Spiele zur Umweltbildung zu nutzen.

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Zum lokalen Charakter gehören weiterhin ausgeübte Handwerkstraditionen wie Cuerda-Seca-Keramik, die Herstellung von Reitstiefeln und Sätteln sowie Schmiedekunst und handgeschmiedete Arbeiten. Die traditionelle Küche von Barcarrota verbindet Produkte vom iberischen Schwein mit Eintöpfen, die auf arabische und jüdische kulinarische Traditionen zurückgeführt werden. Das gastronomische Fest rund um das iberische Schwein umfasst Live-Kochen, Vorführungen des Schinkenschneidens, Wettbewerbe, Verkostungen sowie Kombinationen von Speisen und Getränken. Die Marochos sind ein beliebtes Fest in der Johannisnacht. Zur Semana Santa gehören am Dienstagabend ein nächtlicher Kreuzweg im historischen Ortskern im Stil des 17. Jahrhunderts und am Karfreitag auf der Plaza de España das „Sermón de Pregones y la Buena Mujer“, bei dem vierzehn mozarabische Coplas gesungen werden. Die Acts zu Ehren Hernando de Sotos finden alle zwei Jahre statt; daran nehmen die Caballeros de Bradenton in Kleidung nach dem Vorbild spanischer Konquistadoren des 16. Jahrhunderts teil. Bei der Ausgabe von „Siglos de Silencio“ wurde der historische Ortskern durch Theater und Musik in eine Kulisse des 16. Jahrhunderts verwandelt; die zwölfte Ausgabe wurde angekündigt.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Peraleda del Zaucejo, Puebla De La Calzada, Monterrubio de la Serena, Nogales, Santa Marta, Carmonita, Aljucén und Acedera.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Badajoz.

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