Fregenal de la Sierra: Festung, Kirchen und Dehesa entdecken
Unterkünfte in Fregenal De La Sierra
Fregenal de la Sierra verbindet eine als Bien de Interés Cultural ausgewiesene Altstadt mit einer markanten Festungsgeschichte, bedeutenden Kirchen, Museen, traditionsreichen Festen und einer weitläufig geprägten Dehesa-Landschaft. Die Festung Castillo Templario de Fregenal wurde im 13. Jahrhundert dem Templerorden anvertraut. In ihrem Inneren entstand die Stierkampfarena Plaza de Toros: Der Bau begann 1781 und wurde wahrscheinlich zwischen 1794 und 1795 abgeschlossen.
File:Línea Zafra-Huelva en Matasanos, Fregenal de la Sierra.jpg
Foto: Estevoaei via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Historisches Erbe und sakrale Kunst
Mehrere Kirchen führen durch unterschiedliche Epochen. Die Kirche Santa Ana besitzt einen Hauptaltaraufsatz aus dem 16. Jahrhundert, der Antonio de Auñón zugeschrieben wird und als Triptychon gestaltet ist. Santa María ist an das Castillo Templario de Fregenal angebaut und wurde Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Santa Catalina bewahrt eine hölzerne Decke im Mudéjar-Stil aus dem 16. Jahrhundert; ihre Zugbalken sind mit achtzackigen Sternen verziert.
Im Convento de San Francisco hat das Centro Europeo del Humanismo Arias Montano, kurz CEHAM, seinen Sitz. Das Zentrum bietet Kurse, Seminare, Kongresse sowie kulturelle Aktivitäten an. Das angeschlossene Interpretationszentrum stellt Benito Arias Montano mit einem Video, einem Touchscreen zur Konsultation seiner Originalwerke und einem interaktiven Quiz vor. Ebenfalls im Convento de San Francisco zeigt das Museo de Arte Contemporáneo de Fregenal Werke, die jährlich über den Premio Internacional de Pintura Eugenio Hermoso erworben werden. Zum Museum gehören ein Saal für die Dauerausstellung, ein weiterer für Wechselausstellungen, ein Werkstattraum, digitale Informationsmaterialien und Beschilderung in Brailleschrift.
Besondere Ausstellungen und lebendige Traditionen
El Caserón de las Miniaturas ist eine Dauerausstellung mit zwanzig Miniaturhäusern und Dioramen in den Maßstäben 1:12 und 1:24. Die Besichtigungen führt die Schöpferin selbst; sie erläutert die ausgestellten Stücke und erklärt ihre Geschichte sowie ihre Herstellung. Eine andere Form der Kultur zeigt sich bei den Danzaores de la Virgen de la Salud. Diese Tradition wird vom 30. August bis zum 8. September im Rahmen der Fiestas en Honor a la Virgen de la Salud gefeiert und umfasst einen alten rituellen Tanz. Die Gruppe besteht aus neun männlichen Tänzern und wird von einem als „guión“ bezeichneten Anführer geleitet.
Das Festival Internacional de la Sierra findet seit 1980 jeden Sommer um den 15. August statt. Dabei kommen traditionelle Musik und Tänze aus aller Welt nach Fregenal de la Sierra. So stehen neben den dauerhaft geprägten historischen Orten auch wiederkehrende kulturelle Ereignisse im Jahreslauf des Ortes.
Dehesa, Vögel und Wege
Fregenal de la Sierra liegt in einer Dehesa mit Steineichen, Korkeichen, Weideland und einigen Getreideflächen. Zu dieser Landschaft gehören auch jahrhundertealte Bäume. Die Ruta Ornitológica ermöglicht die Beobachtung von Vögeln im gesamten Stadtgebiet einschließlich der Gärten; dort sind mehr als 30 Vogelarten aus verschiedenen Familien vertreten. Nordwestlich von Fregenal de la Sierra liegt außerdem der öffentliche Wanderweg SL-BA 150 Camino Huertas de la Rivera.
Auch der Jamón de Fregenal gehört zur örtlichen Verbindung von Landschaft und regionaler Herstellung. Er steht mit seinem Herstellungsprozess, mit Geschäften und Betrieben zum Verkosten sowie mit der Dehesa als Naturraum der Aufzucht in Zusammenhang. Für die archäologische Stätte von Nertóbriga ist eine Vorabreservierung mindestens 24 Stunden im Voraus erforderlich; der Zufahrtsweg ist nicht asphaltiert und für Busse nicht geeignet. Die Ermita de San Miguel de los Fresnos ist in das Inventar des historischen und kulturellen Erbes von Extremadura aufgenommen. Zu ihr gehören Überreste, die wahrscheinlich mit einem westgotischen Kloster namens San Benito verbunden sind. Das Santuario de Ntra. Sra. de los Remedios weist barocke Formen auf und entstand durch wiederholte Umbauten und Erweiterungen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.
Weitere Orte: Villanueva De La Serena, La Parra, Villar Del Rey, Nogales, La Morera, Palomas, Higuera La Real, Castilblanco.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Badajoz.