Küstenwege und prähistorische Spuren
Vidiago verbindet verschiedene Ebenen der asturischen Landschaft und Geschichte. Am Verlauf der Senda Costera, einem Wanderweg entlang der Küste des Concejo de Llanes, liegen die Bufones de Arenillas. Einen weiteren Küstenbezug bildet die Playa de Vidiago, die auch unter den Bezeichnungen Novales und Playa de Bretones bekannt ist und vom Dorf Vidiago aus gut zugänglich ist. Ein benannter Küstenweg und ein Strandziel treffen damit auf historische Bauwerke und archäologische Fundstätten, die den Charakter des Ortes ergänzen.
Peña Tú und die Wege durch Vidiago
In Puertas de Vidiago steht mit dem Ídolo de Peña Tú ein markanter Felsen, an dessen Wand sich prähistorische Malereien und Gravuren befinden. Peña Tú wurde 1924 zum Nationalmonument erklärt. Vom Ausgangspunkt bei Peña Tú führt anhand der Wegweiser ein 900 Meter langer, unebener Weg zur Fundstätte. Die konkrete Weglänge und die beschriebene Beschaffenheit geben der Besichtigung einen klaren Rahmen, ohne den archäologischen Ort auf eine reine Wanderstation zu reduzieren.
Auch historische Themen lassen sich auf Wegen durch Vidiago verfolgen. Die Ruta Indiana führt unter anderem durch Vidiago und hebt dort die Escuelas de Vidiago hervor. Zusammen mit dem Ídolo de Peña Tú entsteht ein Wechsel zwischen prähistorischen Darstellungen und späteren Spuren der Ortsgeschichte. Die Escuelas de Vidiago und der in Puertas de Vidiago gelegene Ídolo de Peña Tú markieren dabei unterschiedliche historische Bezugspunkte.
Camino de Santiago durch bewaldete Landschaft
Der Camino de Santiago bringt eine weitere Wegperspektive hinzu. Die zweite Etappe von Vidiago nach Poo ist 11,3 Kilometer lang. Zwischen Vidiago und Puertas verläuft der Camino de Santiago parallel südlich der N-634 durch eine bewaldete Landschaft. Die festgelegte Etappenlänge kennzeichnet einen eigenen Abschnitt, während die bewaldete Umgebung einen anderen Landschaftseindruck vermittelt als der Küstenverlauf der Senda Costera.
Höhle, Paläste und architektonische Details
In Vidiago wurde die Cueva de Cordoveganes als Bien de Interés Cultural eingestuft. Die Höhle weist archaische bemalte Darstellungen in Rot und Schwarz auf, die in das Gravettien oder das ältere Solutréen datiert werden. Damit begegnen Ihnen in Vidiago sehr frühe Bildspuren, deren zeitliche Einordnung zwischen dem Gravettien und dem älteren Solutréen angegeben wird. Die Cueva de Cordoveganes steht so neben Peña Tú als eigenständiger archäologischer Bezugspunkt.
Zur Ortsarchitektur gehört der Palacio de La Cortina in Vidiago, ein rechteckiges Palais aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Sein Portal besitzt einen Korbbogen; im Obergeschoss befindet sich zwischen zwei Eisenbalkonen ein Wappen. Der Palacio de Ignacio Villar ist ein freistehendes, rechteckiges Einfamilienpalais mit einer angebauten Kapelle. Zu ihm gehört ein großer, baumreicher Garten mit einem kleinen gusseisernen Brunnen. An der Stirnwand bewahrt der Palacio de Ignacio Villar außerdem ein neoklassizistisches Retabel. Die Bauformen, die Kapelle, der Garten und die einzelnen Fassadendetails bieten mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für einen Rundgang mit Blick auf Architektur und erhaltene Ausstattung.
Weitere Orte in derselben Auswahl
Wenn Sie neben Vidiago weitere Orte einbeziehen möchten, finden Sie hier Villahormes, Los Callejos, Meré, La Galguera, Vibaño, Tresgrandas, Riensena und Porrúa.
