Porrúa: Kultur, Wege und ländliches Asturien
Zwischen Küste und Sierra del Cuera
Porrúa liegt im Küstenstreifen im äußersten Osten Asturiens am Fuß der Sierra del Cuera, in der Gemeinde Llanes.
Landschaft und Wege durch die Mañanga
Porrúa ist von der unregelmäßigen Landschaft der Mañanga umgeben. Historisch wurde dieses Gebiet als Winterweide für Vieh genutzt. Auch heute prägt die Verbindung von Weideland, bäuerlicher Nutzung und natürlicher Vegetation den Charakter der Landschaft.
Die Ruta de Mañanga ist eine leichte, 7 km lange Fuß- und Radroute mit Start und Ziel am Parkplatz La Concha in Porrúa. Die Dauer beträgt 2 Stunden und 30 Minuten. Mit zweieinhalb Stunden nimmt die Runde einen klar abgrenzbaren Abschnitt des Tages ein und lässt sich als zusammenhängende Unternehmung planen. Am Fuß des Berges verläuft die Route durch eine überwiegend von Viehzucht geprägte Landschaft mit frei weidendem Vieh, Hütten und einheimischen Bäumen.
Eine kürzere Möglichkeit bietet der Paseo del Agua: Der leichte, 4 km lange Weg führt durch Porrúa und dauert 1 Stunde und 15 Minuten. Dabei gelangen Sie zu einem alten Waschhaus, einem Brunnen, Viehtränken und einem Wasserreservoir. Für die Tagesplanung unterscheiden sich damit eine zweieinhalbstündige Runde und ein 1 Stunde und 15 Minuten langer Weg durch den Ort.
Geschichte, Architektur und Festtradition
Die indische Architektur in Porrúa spiegelt die Geschichte der Überseeauswanderung des 20. Jahrhunderts wider und prägt das gesamte Dorf. Beim Antroxu, das am Dienstag vor Aschermittwoch gefeiert wird, tragen Kinder und Jugendliche Viehglocken, verkleiden sich und ziehen in einer Prozession durch das Dorf.
Museum und ländliche Geschichte
Zum Museo Etnográfico del Oriente de Asturias gehört ein ein Hektar großer, als öffentlicher Park eingerichteter Grund mit zahlreichen Obst- und Waldbaumarten. Dazu zählt ein aus Mexiko gebrachter und 1906 gepflanzter großer Avocadobaum. Zum Museum gehören damit der Park mit seinen Bäumen und die besichtigbaren Räume des traditionellen Bauernhauses.
Im Museo Etnográfico del Oriente de Asturias können die Räume eines traditionellen Bauernhauses besichtigt werden. Dazu gehören Eingangsbereich, Küche, Wohnraum, Schlafraum, Stall und ein Raum zur Herstellung von Sidra.
Die Ruta Paisaje Cultural de Mañanga erläutert traditionelle Lebensformen der Viehzucht und Landwirtschaft, die Transhumanz und die Bedeutung des Wassers. Zusätzlich behandelt sie vorindustrielle Tätigkeiten wie die Kalkherstellung sowie den Einfluss der Auswanderung auf die Dorfarchitektur.
Handwerk und Geschmack auf dem Mercáu
Das Mercáu de Porrúa bietet Vorführungen in offenen Handwerkswerkstätten. Dazu zählen Holzverarbeitung, Lederverarbeitung, Keramik, Schmiedekunst, Schuhmacherei und weitere traditionelle Gewerke. Für Besucherinnen und Besucher wird regionale Handarbeit dadurch unmittelbar mit dem Ortsleben verbunden.
Auf dem Mercáu de Porrúa gibt es außerdem Verkaufsstände mit Pinchos, Frixuelos, Churros, Tortos, Sardinen, Süßwaren, Kaffee und Likören. So ergänzt die kulinarische Seite des Marktes die Themen Handwerk, Landwirtschaft und dörfliche Tradition, die Porrúa an mehreren Stellen prägen.
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