Riensena zwischen Festen, Wegen und Radsport
Feste und regionale Küche in Riensena
Riensena zeigt seinen eigenen Charakter besonders deutlich in den örtlichen Festen. Am Karfreitag findet nach der Messe in der örtlichen Kapelle die traditionelle Puya de San Antonio statt. Dabei werden Gaben versteigert, die von Einwohnern und Besuchern gestiftet wurden. Das Fest verbindet damit religiöse Tradition und eine Beteiligung, die unmittelbar aus dem Ort und seiner Besucherschaft hervorgeht.
Zur Puya de San Antonio gehören auch Boronas, Milchreis und weitere von den Einwohnern zubereitete Gerichte. Die Puya de San Antonio umfasst außerdem Lebensmittelpakete mit Fabes, Butter, Honig, Eiern aus Freilandhaltung, hausgemachten Marmeladen und Likören. Wer sich für regionale Erzeugnisse und überlieferte Formen des gemeinschaftlichen Feierns interessiert, findet in diesem Fest konkrete Einblicke in die kulinarische Seite Riensenas.
Das Programm der Fiesta de San Antonio setzt am Abend ab 20:30 Uhr mit einer Romería und einer Verbena ein. Um Mitternacht folgt ein Besentanz mit Preisen für alle. Diese festen Programmpunkte geben dem Fest einen klaren zeitlichen Verlauf und ergänzen die religiös geprägte Tradition der Puya um gemeinschaftliche Feierformen.
Historische Wege durch die Landschaft
Der Sendero a Covadonga, auch Camín del Oriente genannt, verläuft ein Stück am Río Riensena entlang. Anschließend führt er durch ein kleines Wäldchen und überquert einen Bach. Wasserlauf, Waldstück und Bachquerung prägen dabei die Abfolge der Landschaft, ohne dass der Weg auf ein einziges Landschaftsbild beschränkt bleibt.
Der Weg zwischen Llanes und Covadonga, ebenfalls Camín del Oriente genannt, stellt einen historischen Verkehrsweg für Spaziergänger, Pilger und Wanderer wieder her. Dieser historische Weg ist in gutem Zustand. Seine Bedeutung liegt damit sowohl in der Verbindung mit früheren Wegen als auch in der heutigen Einordnung als Strecke für unterschiedliche Formen des Gehens.
Eine weitere historische Verbindung ist der alte Königsweg von Piedrafita, auch Piedrahita genannt. Er war im 18. Jahrhundert eine der meistgenutzten Routen und ein obligatorischer Reiseweg für Reisende zwischen Llanes, Cangas de Onís und Oviedo. Die genannten Orte machen sichtbar, in welchen überregionalen Bewegungsraum diese historische Route eingebunden war.
Radsport und Orientierung
Auch der Radsport gehört zu den konkreten Themen rund um Riensena. Die jährlich stattfindende Veranstaltung Desafío Lagos de Covadonga umfasst 109 Kilometer und führt über den Alto de Riensena. Die kürzere Variante ist 99 Kilometer lang, weist 1.280 Höhenmeter auf, führt ebenfalls über den Alto de Riensena und endet in Covadonga. Beide Strecken nennen Riensena damit als Bestandteil einer anspruchsvollen Radsportveranstaltung, unterscheiden sich aber bei Länge, Höhenmetern und Zielpunkt.
Für die örtliche Orientierung verbindet die Straße LLN-14 Puente Nuevo und Riensena. Einen kulturellen Blick auf die weitere Region eröffnet außerdem die Route Ruta de los Belenes de Nueva y Valle de San Jorge. Sie soll die Krippentradition im Valle de San Jorge wiederbeleben und zugleich die volkstümliche religiöse Kunst und Architektur der Region zeigen.
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