Mieres: Bergbaukultur zwischen Tal, Weg und Tradition

File:Albergue de Peregrinos, Mieres del Camín 02.jpg File:Albergue de Peregrinos, Mieres del Camín 02.jpg Foto: Simon Burchell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bergbaugeschichte und geschützte Landschaft

Mieres verbindet die industrielle Geschichte Asturiens mit einer ausgeprägten Tallandschaft. Der Pozu Santa Bárbara in Turón ist ein integral geschützter Bergbaukomplex und als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Derzeit dient er als Centro Cultural PZSB. Auch Bustiello steht für diese Vergangenheit: Die zwischen 1890 und 1917 von der Bergbaugesellschaft Sociedad Hullera Española errichtete Bergarbeitersiedlung ist ein geplantes industrielles Ensemble mit Kirche, Denkmal, Kasino beziehungsweise Arbeiterzentrum, Schule, Sanatorium sowie Wohnhäusern für Ingenieure und Arbeiter. Das dortige Centro de Interpretación vermittelt den geologischen, industriellen, historischen, künstlerischen und denkmalpflegerischen Kontext. Für den geführten Zugang zum Zentrum und zur Kapelle ist eine vorherige Reservierung erforderlich; von dort aus organisieren die touristischen Einrichtungen von Mieres auch geführte Besichtigungen der Museen und Interpretationszentren der Gemeinde.

Kulturorte mit eigener Geschichte

Das Santuario de San Cosme y San Damián ist ein besichtigbares barockes Bien de Interés Cultural aus dem frühen 18. Jahrhundert und überblickt das Tal von Cuna. Jedes Jahr am 27. September findet die Romería de los Santos Mártires Cosme y Damián statt. In Mieres del Camín steht außerdem die Casa Duró, das älteste zivile Gebäude der Stadt aus dem 17. Jahrhundert; ihr Äußeres ist besichtigbar, und das Gebäude ist als Bien de Interés Cultural geschützt. Der Palacio del Marqués de Camposagrado in La Villa ist ebenfalls als Bien de Interés Cultural geschützt. Historisch war Mieres del Camín zudem ein wichtiger Haltepunkt am Camino del Salvador.

Wege durch das Turón-Tal

Das Espacio Protegido de las Cuencas Mineras umfasst Teile von Mieres und ist sowohl als geschützte Landschaft als auch als besonderes Schutzgebiet für die Erhaltung ausgewiesen. Der zu Mieres gehörende Teil schließt das obere Turón-Tal mit steilen Hängen, zahlreichen Bächen und kleinen Talrinnen ein. Die Vía Verde del Valle de Turón kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf mehr als 14 Kilometern durch das Tal genutzt werden. Die Ruta del Ferrocarril de Baltasara ist eine leichte Route zum Radfahren und für Familienausflüge; als gemeinsamer Rundweg verbindet sie Bergbauerbe, Landschaft und Natur.

Museen, Dorfwege und regionale Feste

Im Aula del Ferrocarril de Loredo erläutern Modelle und Erklärungstafeln die Geschichte des Riosa-Kohlefelds und seiner Schmalspurbahn. Das Aula ist zugleich ein Haltepunkt an einer Grünen Route auf der ehemaligen Bahntrasse von La Pereda bis zum Tunnel von Peñamiel. Für den Besuch ist auch während der regulären Öffnungszeit eine vorherige Reservierung erforderlich. Das Museo Costumbrista Benjamín Pumarada lässt sich mit einem Spaziergang durch Cenera verbinden, bei dem asturische traditionelle Gebäude vor Ort besichtigt werden können; auch hier ist während der regulären Öffnungszeit eine vorherige Reservierung nötig. Die Route Mieres industrial y más vermittelt die Entwicklung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart anhand des industriellen Erbes und seiner Auswirkungen auf Landschaft und Gesellschaft.

Der Pozu Espinos ist weiterhin geöffnet und erfüllt eine soziale und pädagogische Funktion. Bei der Folixa na Primavera stehen saisonaler Apfelwein, gastronomische Aktionstage und das Gebäck bolla de la folixa im Mittelpunkt. Das Fest wird in einer nicht näher bestimmten Aprilwoche gefeiert; seine wesentlichen Elemente beruhen auf einheimischer und auswärtiger Folklore mit keltischen Wurzeln.

Im näheren Umfeld von Mieres gelten das I.E.S. Bernaldo de Quirós und das Aula de Interpretación del Pozu Espinos als Museen. In der Umgebung gelten das Poblado Minero de Bustiello und das Museo Etnográfico de Gallegos ebenfalls als Museen. Das Núcleo Zoológico El Bosque gilt als Zoo, die Jardines del Ayuntamiento als Garten. Zum weiteren regionalen Umfeld gehören der als Berg bezeichnete Gamoniteiru und der als Gipfel bezeichnete Peña Mea.

Weitere Orte dieses Reiseziels sind Mieres, Figaredo, Urbiés, Cenera, Cardeo Riba, Laipata und Santu Miano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Asturien.

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