Niembru: Küste, Strände und Wege am Ästuar

Küste, Wasser und Landschaft

Niembru verbindet unterschiedliche Küstenbilder: Östlich der Playa de Toranda mündet die Ría de Niembro und bildet ein Ästuar von großem biologischem Interesse. Die Mündung formt zugleich eine Bucht mit sehr ruhigem Wasser, die bei Ebbe trockenfällt. Dadurch gehören Wasserstand und Landschaft hier eng zusammen, ohne dass Küste und Strand überall gleich aussehen. Ría, Bucht und Strand begegnen sich dabei unmittelbar in einem einzelnen Küstenabschnitt.

Die Playa de Toranda ist der Strand von Niembru. Ein Weg führt durch das weiter landeinwärts gelegene Dorf zu diesem Küstenabschnitt. Toranda selbst ist 300 Meter lang, besitzt goldenen Sand und ist zu Fuß zugänglich. Mit Sevalle liegt außerdem eine kleine natürliche Bucht in Niembru, die etwa 50 Meter breit und ebenfalls zu Fuß erreichbar ist. Torimbia ist als Naturstrand klassifiziert und wird von einer mehr als 50 Meter hohen Steilküste abgeschlossen.

Wege zwischen Strand und Kap

Von Niembru aus ist Torimbia über einen asphaltierten Weg erreichbar. Dieser Weg lässt Toranda hinter sich und steigt bis zum Cabo Prieto an. So liegen auf einer Verbindung mehrere markante Küstenpunkte: der Strand von Toranda, der Anstieg zum Kap und der Naturstrand Torimbia mit seiner Steilküste. Der asphaltierte Anstieg gehört damit zur Verbindung ebenso wie der Strandabschnitt. Für einen Spaziergang lässt sich die Strecke als Abfolge von Strand, Anstieg und Kap beschreiben. Auch der Küstenwanderweg, Abschnitt IV, verläuft über etwa 8 Kilometer von Celorio nach San Antolín.

Kirche, Friedhof und historische Küste

Ein besonderes Bild entsteht bei Hochwasser: Dann bildet der Friedhof von Niembro zusammen mit der angrenzenden neoklassizistischen Kirche Nuestra Señora de los Dolores eine Küstenlandschaft. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1794. Ihre Lage steht außerdem mit der maritimen Vergangenheit des Ortes in Verbindung. Früher legten Segelschiffe neben Nuestra Señora de los Dolores an, um Zitronen, Walnüsse und Speck für verschiedene französische Häfen zu verladen. Der historische Blick ergänzt die Strände und Wege um einen konkreten lokalen Zusammenhang. Für Kulturinteressierte verbindet sich hier das Bauwerk mit dem Friedhof und der früheren Nutzung des Ufers.

Wanderwege und regionale Küche

Auch der Camino de la Costa führt durch Niembru. Die zweite Etappe zwischen Llanes und Ribadesella ist 29,8 Kilometer lang und verläuft über Niembru, zwischen Barru und Naves. Vom Küstenwanderweg aus ist außerdem das Erholungsgebiet von Niembro erreichbar. Der Ort liegt damit an einer längeren Küstenroute. Für eine kulinarische Pause serviert das Restaurant San Pelayo in Niembru Meeresfrüchte und Fisch aus der Region.

Weitere Reiseziele: Villahormes, Meré, Vibaño, Lledías, Bricia, La Borbolla, Riensena, Pancar

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Llanes.

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