Cardoso: Kulturerbe, Río San Cecilio und Rundkurs
Kulturerbe und Baugeschichte
Cardoso zeigt mehrere historische Schichten, die in Ruinen, Häusern und einer Kapelle sichtbar werden. In Cardoso befinden sich die Ruinen des Colegio de San Pedro y Santa María. Das Colegio bot armen Kindern des Valle de San Jorge Grundschul- und kaufmännischen Unterricht. Zum Komplex gehörte eine gut erhaltene Kapelle, die als Capilla de Santa Rita bekannt ist und unter dem Patrozinium Unserer Lieben Frau der Schmerzen steht. Die Ortsgeschichte lässt sich damit an unterschiedlichen Gebäudetypen ablesen: Bildungsstätte, Kapelle und historische Wohnhäuser stehen in Cardoso nebeneinander.
Eine weitere historische Spur ist die Casa de Iyana. Die Casa de Iyana ist ein romanisches Haus. In Cardoso haben sich ihre mittelalterlichen Überreste erhalten, darunter Ajimezfenster; nach einer Renovierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist dort ein geteiltes Ajimezfenster erhalten. Die Capellanía de San Ildefonso ergänzt dieses architektonische Bild als mit Wappen versehenes Haus mit Glockengiebel. Bei ihrer Restaurierung wurden der Grundriss und die ursprünglichen Linienführungen bewahrt. Für Kulturinteressierte verbinden sich hier romanische Bauformen, mittelalterliche Überreste und Details späterer Restaurierungen in einem eng gefassten Ortsbild.
Zu den weniger eindeutig zuzuordnenden Spuren gehören in Cardoso von Vegetation überwucherte Ruinen, die möglicherweise zu einem spätmittelalterlichen Turm gehören. Daneben gibt es Indianos-Herrenhäuser, die mit der Auswanderung nach Amerika, insbesondere nach Mexiko und Kuba, verbunden sind. So reicht das bauliche Spektrum von einer Bildungs- und Sakralstätte bis zu Wohnhäusern, deren Geschichte mit der Auswanderung verbunden ist.
Alto del Torno: Cardoso auf einer Fahrradroute
Für die aktive Orientierung ist die 40 km lange Alto-del-Torno-Route ein wichtiger Bezugspunkt. Sie ist ein Rundkurs für Fahrräder, der in Nueva de Llanes beginnt und endet. Die Strecke führt über kleine Straßen, Wege und Wanderpfade zum Alto del Torno durch das Tal von Ardisana. Cardoso durchquert sie auf der AS-263 in Richtung des Strandes von San Antolín. Dadurch erscheint der Ort als Teil einer längeren Schleife, deren Verlauf unterschiedliche Wege und Landschaftsräume miteinander verbindet, ohne dass Cardoso selbst als Start- oder Endpunkt der Route ausgewiesen ist. Die Streckenlänge und der Wechsel zwischen kleinen Straßen, Wegen und Wanderpfaden sind dabei konkrete Eckdaten für die Planung eines Fahrradtags; Cardoso markiert innerhalb des Rundkurses einen Abschnitt auf der AS-263.
Río San Cecilio und Mirador de los Carriles
An den Ufern des Río San Cecilio bei Cardoso gibt es gelbe Wildblumen und lavendelfarbene Schmetterlinge. Außerdem wurden dort aus Afrika eingetroffene Trauerschnäpper beobachtet. Die Ufer verbinden damit botanische Farbtöne und Schmetterlingsbeobachtungen mit einem konkreten Hinweis auf Vogelzug. Über Cardoso gelangt man zum Mirador de los Carriles; von dort sind die Picos sichtbar. Wer Naturbeobachtungen und Landschaftsbilder zusammen betrachtet, findet hier zwei klar benannte Bezugspunkte: den Río San Cecilio bei Cardoso und den Aussichtspunkt mit Blick auf die Picos.
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