Ricabo zwischen Flusstal, Bergwegen und Kulturerbe

File:Ricabo (Quirós, Asturias).jpg File:Ricabo (Quirós, Asturias).jpg Foto: Carmenmoran via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Wege durch das Tal und in die Höhe

Ricabo liegt am Fuß des Ubiña-Massivs, das dem Naturpark Las Ubiñas–La Mesa seinen Namen gibt. Durch das Tal des Flusses Ricabo verläuft der Abschnitt Santa Marina–Ricabo der Senda del Oso. Der Weg nutzt einen Teil des Camino Real de Puerto Ventana, eines historischen Verkehrswegs zwischen Asturien und León. Wer Ricabo über Wege und Landschaft kennenlernen möchte, trifft hier auf einen Talabschnitt und einen historisch geprägten Verkehrsweg.

Wälder, Quellen und Panoramablicke

Die Route Puerto de Agüeria beginnt in Lindes auf 890 m Höhe und endet in Ricabo auf 670 m Höhe. Sie ist ungefähr 14 km lang und als mittelschwer eingestuft. Zunächst führt sie durch Wiesen und Eichen-Buchen-Wälder, anschließend in eine subalpine Landschaft mit vorwiegend Stechpalmen-, Eiben- und Birkenbeständen. Auf der Strecke wechseln damit Wiesen und Wälder in eine höher gelegene Landschaft mit charakteristischen Baum- und Gehölzbeständen.

Am Fuß des Monte Parada und des Campu Faya liegen im Tal des Ricabo die Quellen Los Garrafes. Durch die Schneeschmelze im Frühjahr schwellen sie spektakulär an; außerdem liegen sie innerhalb der geschützten Landschaft Peña Ubiña. Das Erholungsgebiet El Mansu bietet weite Panoramablicke auf den oberen Abschnitt des Tals des Flusses Ricabo. Von dort ist der Bergweg Camino de las Reliquias zugänglich. Ebenfalls dort befindet sich eine professionelle Kegelbahn für traditionelle asturische Kegelspiele.

Erhaltene Spuren der Ortsgeschichte

Ricabo bewahrt mehrere konkrete Zeugnisse des ländlichen und historischen Ortsbilds. Die Kirche San Bartolomé, auch San Bartuelu genannt, hat verputzte Wände und einen steinernen Glockenturm. In Ricabo sind traditionelle Brotbacköfen und ein traditionelles Waschhaus erhalten. In der Umgebung des Flusses Ricabo befinden sich die Überreste einer Mühle. In La Picona bei Ricabo sind außerdem Überreste einer eisenzeitlichen Wallburg erhalten.

Trobaniello, Pilgerweg und lokale Feste

Der Camino de las Reliquias führt vom Puerto de Ventana durch das Tal des Ricabo bis nach Santa Marina und Bárzana, wo er sich teilt. Die Trobaniello-Kapelle liegt an der Bergpiste, die Ricabo mit dem Puerto de Ventana verbindet. Trobaniello zwischen Ricabo und dem Puerto de Ventana wird mit dem Durchgang der Reliquien der Cámara Santa von Oviedo um das Jahr 718 verbunden. Die Fiesta de Trobaniello ehrt die Virgen de Trobaniello. Bei diesem Fest können Besucher Portionen von am Spieß gebratenem Lamm kaufen und verkosten. Zu Ricabos Patronatsfesten zu Ehren von San Bartolomé gehört jährlich ein Cuatreada-Wettbewerb.

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